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Wilstersche Zeitung

24. Oktober 2014 | 14:00 Uhr

Mit der Kamera durch die Rohre

vom

Arbeiten für das gesetzlich geforderte Kanalkataster für das Stadtgebiet haben in der Straße Im Winkel begonnen

Wilster | Langsam und akribisch sucht die Kamera die Kanalleitung ab - Kanalinspekteur Martin Ernst von der Büdelsdorfer Firma Werner Vollert GmbH & Co KG kontrolliert die Wände und Anschlüsse auf mögliche Beschädigungen. In dieser Woche sind die Schmutz- und Regenwasserkanäle in der Straße Im Winkel im Fokus der Untersuchungen, die die Stadt im Rahmen der Sonderüberwachungsverordnung, kurz Süvo, in Auftrag gegeben hat.

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"Die Stadt ist im Rahmen der gesetzlichen Pflichten zur Selbstüberwachung von Abwasseranlagen und Abwassereinleitungen verpflichtet, ein Kanalkataster aufzustellen und Fortzuschreiben", betont Techniker Thomas Thede vom Bauamt, der mit der Begleitung der Arbeiten vor Ort befasst ist. Dies beinhaltet Spül- und Filmarbeiten aller öffentlichen Regen- und Schmutzwasserkanäle der Stadt bis zu den Übergabeschächten auf den Grundstücken beziehungsweise den Grundstücksgrenzen.

Nun werden Martin Ernst und seine Kollegen Torsten Jahn (Spülwagenfahrer) und Axel Becker voraussichtlich bis zum Sommer nächsten Jahres - abhängig von den Witterungsverhältnissen - im gesamten Stadtgebiet die Kanalisation filmen. Dazu wird zunächst einmal der Hauptkanal gespült, danach geht die Kamera durch. Zur genauen Beurteilung des Kanalzustands wird dann noch mit einer Anschlusskamera die jeweilige Hausanschlussleitung im öffentlichen Bereich inspiziert. "Irgendwann wird dann ein Schadenskataster vorliegen", fügt Thomas Thede hinzu. Das wiederum zieht für die defekten Kanalabschnitte ein Sanierungskonzept nach sich, wenn an mancher Stelle die Untersuchungsergebnisse nicht gar einen Neubau notwendig machen.

Nach Im Winkel werden die Kanalfilmarbeiten in der Straße Krumwehl und in der Hans-Prox-Straße fortgesetzt, um dann Stück für Stück das Stadtgebiet zu erfassen. "Im Innenstadtbereich wird teilweise sonnabends oder in den Nachstunden gearbeitet, weil wir Straßen sperren müssen", erläutert Thede.

Die Anwohner der Straßen, in denen die Reinigungs- und Inspektionsarbeiten bevorstehen, werden rechtzeitig von der Verwaltung informiert. Auf dem Info-Blatt der Stadt Wilster wird unter anderem darauf hingewiesen, dass sich gemäß Abwassersatzung jeder Haushalt gegen Rückstau schützen muss. Die Stadt übernimmt keine Kosten eventueller Beschädigungen privater Abwasserleitungen aufgrund eines fehlenden oder mangelhaften Rückstauschutzes während der Spülarbeiten.

Auf der Rückseite gibt es denn auch Tipps und Tricks zur Rückstausicherung - mit dem Hinweis, dass erst Gefahr besteht, wenn das Spülfahrzeug in der Nähe des Haushaltes aktiv ist. Dabei kann es zum Überlaufen von Toiletten, Waschbecken, Duschen oder Bodenabläufen kommen. Dies geschehe in der Regel nur, wenn der Spüldruck nicht in der Anschlussleitung entweichen könne, beispielsweise durch die Dachentlüftung oder die Lüftungsöffnung im Übergabeschacht. Empfohlen wird darum, zunächst die Dachentlüftung zu überprüfen. Wenn die defekt, nicht vorhanden oder zumindest nicht auffindbar sei, sollte der Übergabeschacht auf dem Grundstück während der Spülarbeiten geöffnet sein. Wenn auch der verdeckt oder nicht auffindbar ist, gelte es, Toilettendeckel zu schließen, die Toilette mit Klebeband zuzukleben, Abfluss-Stöpsel im Waschbecken und in der Dusche einzusetzen, Tücher im Bereich von Toilette, Waschbecken und Dusche auszulegen und gegebenenfalls den Toilettendeckel zusätzlich zu beschweren. Denn: Der Spüldruck ist enorm.

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von
erstellt am 06.Jun.2013 | 03:59 Uhr

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