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Kein neuer Name: Landscheide bleibt Landscheide

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Landscheide | Die Gemeinde Landscheide will ihren Namen behalten. Eine Umbenennung in den in der breiten Öffentlichkeit eigentlich schon viel bekannteren Namen "Flethsee" wurde von der Gemeindevertretung unter Vorsitz von Bürgermeister Uwe Lameyer mit zwei gegen sechs Stimmen bei einer Enthaltung abgelehnt. Die Zuhörer applaudierten nach dieser Entscheidung des Gemeinderats. Ihnen bleiben Kosten für Änderungen des Personalausweises, Führerscheins und der Kfz-Papiere sowie für private Druckerzeugnisse erspart.

Lameyer, selbst einer der beiden Befürworter der Umbenennung, hielt den Gemeindenamen "Landscheide" nicht für glücklich. Es sei sinnvoll, den Namen "Flethsee" offiziell zu führen, zumal dieser bereits auf den Ortsschildern und Wegweisern aufgeführt sei. Lameyer machte deutlich, dass man im Gemeinderat an diesem Abend nicht entscheiden, sondern eine Bürgerbefragung in die Wege leiten sollte. Übrigens wäre der Ortsname Flethsee in Deutschland einmalig, während es den Namen Landscheide im In- und Ausland mehrfach gäbe.

Der Leitende Verwaltungsbeamte Heiko Wiese erläuterte den Abgeordneten, dass eine Namensänderung rechtlich zulässig sei, weil "hinreichende Gründe des öffentlichen Wohls" zugrunde lägen. Die Namensänderung könne vom Gemeinderat mit einer Zweidrittel-Mehrheit beschlossen werden. So weit wollte Bürgermeister Uwe Lameyer nicht gehen, sondern nur einen Grundsatzbeschluss erreichen, das Verfahren für einen neuen Gemeindenamen weiter verfolgen zu können.

Dagegen nahm vehement der Gemeindevertreter Achim Franzen Stellung: "Das ist ein sensibles Thema und würde nur einen Keil in die Gemeinschaft treiben." Die Gemeinde habe wahrlich andere Probleme, als sich mit einem neuen Gemeindenamen zu befassen. "Ich verstehe den Sinn und Zweck dieses Vorhabens nicht", sprach sich auch der Abgeordnete Sönke Hollm gegen eine Umbenennung aus.

Die grundsätzliche Ablehnung durch den Gemeinderat wollte ein Zuhörer so nicht hinnehmen. Damit hätten die Gemeindevertreter schon im Vorwege jede Bürgerbeteiligung zu diesem Thema ausgebremst, zeigte er Unverständnis.

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erstellt am 06.Okt.2011 | 03:59 Uhr

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