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Wilstersche Zeitung

25. März 2017 | 14:43 Uhr

Förderverein für Feuerwehr-VW-Bus gegründet: Gemeinde-Oldtimer für 6700 Euro gekauft

vom

Landscheide | Der rote VW-Bus ist schon 48 Jahre alt und hat erst 11 500 Kilometer "auf dem Buckel". Jetzt wurde er als Einsatzfahrzeug der Freiwilligen Feuerwehr Landscheide ausgemustert und von der Gemeinde gegen Höchstgebot verkauft. Neuer Besitzer des fahrtüchtigen Gefährts ist die Fördergemeinschaft "Historisches Feuerwehrauto Landscheide", zu der sich zehn Landscheider Bürger zusammengefunden haben. Sie haben den VW-Bus für 6700 Euro erworben.

Initiator und Vorsitzender des jüngsten Vereins in der Gemeinde ist Werner Wassermann. "Dass der VW-Bus so sang- und klanglos verkauft werden sollte, hat uns nicht gepasst", sagte er. Auch künftig soll das bisherige Löschfahrzeug von der Fördergemeinschaft bei festlichen Gemeinde-Veranstaltungen zum Einsatz kommen. "Kinderfest und Laternenumzug sind dabei die Nummer eins", so Wassermann. Jetzt geht es als erstes darum, das mittlerweile von der Gemeinde abgemeldete Fahrzeug wieder in Stand zu setzen, zu versichern und zuzulassen. "Wir haben uns zum Ziel gesetzt, damit am Tag der Vereine am 24. Juni in Wilster dabei zu sein", kündigte Wassermann an.

Auf der konstituierenden Sitzung der Fördergemeinschaft wurde Werner Wassermann zum Vorsitzenden gewählt. Dem Vorstand gehören auch Richard Brandt als 2. Vorsitzender, Ute Möller als Kassenführerin, Jens Wohlers als Schriftführer und Michael Berger als Jugendwart an. Weitere Mitglieder, die sich finanziell für das Fahrzeug engagieren, sind Heinz Nagel, Herbert Prüß, Hartwig Ritters, Gebhard Steen und Ralf Ritter. Aber nicht nur sie stehen der Idee positiv gegenüber. "Die Hälfte aller Haushalte hat Geld gespendet, damit wir das Fahrzeug kaufen konnten", erzählte Werner Wassermann erfreut. Auch die zwei großen Firmen in der Gemeinde, die Firma Gebrüder Schütt und die Zimmerei Laackmann, haben Geld gegeben. Alle Spender haben Anteilsscheine über ihre prozentuale Beteiligung an dem VW-Bus erhalten. Bei einem Verkauf würden sie in gleicher Weise prozentual ausgezahlt werden. Den Vereinsmitgliedern bleibt als Aufgabe, das Fahrzeug zu unterhalten und die Kosten für Wartung, Steuern und Versicherung aufzubringen.

Heinz Nagel war 1964, als der VW-Bus als Tragkraftspritzenfahrzeug in Dienst gestellt wurde, Maschinist der Landscheider Feuerwehr, später deren Wehrführer und zuletzt Amtswehrführer. Er erinnert sich noch, dass er seinerzeit mit Kameraden nach Hannover gefahren war, um das neue Fahrzeug abzuholen. Nagel will nun dazu beitragen, dass das historische Feuerwehrauto auch wieder eine alte Tragkraftspritze erhält. Herbert Prüß will alte Holzleitern, wie sie früher auf dem Dach des Busses transportiert wurden, beisteuern. Saugschläuche sind noch an Bord, alte Druckschläuche müssen noch aufgetrieben werden. Wassermann: "Wir wollen den Bus komplett ausrüsten, um zeigen zu können, wie er früher im Einsatz gefahren wurde." Die Vereinsmitglieder treffen sich regelmäßig an jedem dritten Donnerstag eines Monats um 19.30 Uhr im Feuerwehrhaus.

Übrigens: Auch das auszumusternde Tanklöschfahrzeug wurde von der Gemeinde zum Verkauf angeboten. Für 2900 Euro ging es an einen Privatmann aus Niedersachsen.

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erstellt am 14.Mai.2012 | 03:59 Uhr

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