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Wedel-Schulauer Tageblatt

23. Januar 2017 | 05:36 Uhr

Zwei Künstlerinnen ganz spontan

vom
Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

Morgan Maiosi und Marianne Eckle stellen in der Haseldorfer Galerie „Kleine Tenne“ aus / Vernissage mit Chormusik am Freitag, 22. April

Zwei Künstlerinnen haben sich zu einer Spontanausstellung zusammengetan, die am Freitag, 22. April, in der Zeit von 17 bis 20 Uhr mit einer Vernissage in der Haseldorfer Galerie „Kleine Tenne“ eröffnet wird. Die Holmer Malerin Marianne Eckle (74) bezeichnet sich selbst als ambitionierte Hobbykünstlerin, Morgan Maiosi (59) aus Hetlingen zeigt Fotografien, die zum Teil mit Pastellfarben verfremdet wurden. Galeristin Brunhilde Schmalisch freut sich, dass für die musikalische Untermalung der Chor „Nonstop Shining“ auftritt.

Die Arbeiten von Maiosi konnten jüngst bereits im Haseldorfer Elbmarschenhaus bewundert werden. „Ich bin sehr spirituell“, sagt die Heilpraktikerin und Schamanin, die in Pinneberg eine eigene Praxis betrieb. Inzwischen hat sie nach einem Zusammenbruch den Job an den Nagel gehängt. „Das war ein schamanischer Tod“, sagt Maiosi, die seit zwei Jahren in Hetlingen lebt.

Kraft findet Maiosi in den Wäldern. „Ich liebe die Erde sehr“, sagt sie. Impressionen aus der Natur fängt sie mit einer Kamera sein. Heraus kommen verwunschene Bilder, die sie mit kurzen Texten unterlegt. Anfangs war die Neuhetlingerin mit einer Panasonic-Pocket-Kamera unterwegs. Als diese kaputt ging, kaufte sie sich eine Sony Alpha 58. „Sie malt mit der Kamera“, schwärmt Schmalisch über die Arbeiten Maiosis.

Die Schamanin hat im Alter von 13 Jahre ihre Eltern verloren – und ist seitdem ein Zugvogel. „Ich will die Menschen sensibilisieren für die Erde“, sagt Maiosi. Ein autobiografischer Roman unter dem Titel „Frieden auf vergangenen Wegen“ ist im September 2015 erschienen und liegt in der Galerie ebenfalls aus. Das 372 Seiten umfassende Taschenbuch kostet 12.99 Euro.

Den Kindheitstraum, Malerin zu werden, erfüllte sich Eckle erst mit beinahe 70 Jahren. Ausbildungen hat sie gleich zwei: zur technischen Zeichnerin und Kauffrau. Drei Kinder, vier Firmengründungen – da bleibt für künstlerische Arbeit kein Platz. Die Unternehmerin im Ruhestand packte allerdings auch die Kunst energisch an. Im Atelier Joachim Kerres auf dem Hamburger Süllberg begann sie mit ersten Farb- und Gestaltungsversuchen. Bei der Keramikerin und Malerin für informelle Malerei, Anja Kalenbach, fand sie vor drei Jahren ihre künstlerische Heimat. Ihre abstrakten Arbeiten entstehen in Öl Mischtechnik. „Ich würde nie gegenständlich malen wollen, obwohl ich es könnte“, sagt Eckle.

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