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Wedel-Schulauer Tageblatt

10. Dezember 2016 | 11:59 Uhr

Hamburg : Zuwachs für das Elbkinderland

vom
Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

Zwei Blankeneser Grundschulen schließen sich dem Chor-Verein an. Konzerte mit Schirmherr Rolf Zuckowski.

Hamburg | Gespannt waren die Augen der Kinder der Blankeneser Gorch-Fock-Schule auf das mit einer Plane verhüllte neue Schild neben der Eingangstür gerichtet – wenige Stunden später gab es das gleiche Bild an der Grundschule Elbkinder. Beide sind nun auch deutlich sichtbar Teil des Elbkinderlands. Leise wurde getuschelt, was sich hinter der Plane verbirgt und schließlich lautstark diskutiert. Bevor das Schild enthüllt wurde, wurde dann aber erstmal musiziert. „Zu so einem besonderen Ereignis wollen wir gemeinsam singen“, sagte Musiker Rolf Zuckowski, Schirmherr des Vereins Elbkinderland.

„Wollen wir Euer Schullied singen?“, fragte Zuckowski die Grundschüler und erhielt lautstarke Zustimmung. „Oder doch lieber in der Weihnachtsbäckerei“, fügte Zuckowski lachend an und winkte selbst ab: „Soweit ist es noch nicht.“ Ebenso stimmgewaltig wie zuvor bei ihrer Antwort stimmten die Kinder mit ein.

Anschließend sang der Liedermacher mit den Kindern das Lied „Elbkinder“. Kurzerhand wurde die Protagonistin Annika textlich nach Blankenese versetzt, wo sie eine Flaschenpost aus Dresden fand, die entlang der Elbe geschwommen ist. Entstanden ist das Lied, zu dem Michael Reinecke die Musik beisteuerte, im Jahr 1987. „Ich konnte das Lied lange nicht singen, weil es mich traurig gemacht hat“, berichtete Zuckowski den Kindern in für sie verständlichen Worten von der Teilung Deutschlands. „Damals war es nicht möglich, nach Dresden zu reisen oder an die Elbquelle. Zum Glück sind die Zeiten vorbei.“ Und er ergänzte: „Fragt einfach eure Lehrerinnen, die können euch da noch viel mehr drüber erzählen.“ Und an die Lehrkräfte gewandt sagte der Hamburger Musiker: „Da lässt sich doch sicher eine tolle Unterrichtsstunde draus basteln.“

Daniela Hübel, Leiterin der Gorch-Fock-Schule Blankenese, und Musiker Rolf Zuckowski enthüllten das Schild, das die Zugehörigkeit zum Elbkinderland symbolisiert.
Daniela Hübel, Leiterin der Gorch-Fock-Schule Blankenese, und Musiker Rolf Zuckowski enthüllten das Schild, das die Zugehörigkeit zum Elbkinderland symbolisiert. Foto: Fröhlig/wst
 

Mitten im Stück brach Zuckowski ab. „Ich muss Euch etwas erzählen“, sagte er. „Annika schrieb Jan-Hendrik einen Brief. Keine SMS. Die hätte sie auch gar nicht in die Flasche bekommen“, scherzte der Musiker und ergänzte: „Hätte sie eine SMS geschrieben, wäre das Lied wohl nie entstanden.“

Während Zuckowski und die Kinder gemeinsam sangen, enthüllten Schulleiterin Daniela Hübel und Anke Krusche, Vorsitzende des Vereins Elbkinderland, das Elbkinderland-Schild. An der Elbkinder Grundschule gebührte diese Ehre Schulleiter Stephan Pauli. „Damit ist sichtbar, dass ihr zu einer tollen Gemeinschaft gehört“, sagte Zuckowski. Der Verein Elbkinderland widmet sich der musikalischen Förderung von Kindergruppen und -chören entlang des Elbverlaufs.

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erstellt am 19.Okt.2016 | 14:00 Uhr

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