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Wedel-Schulauer Tageblatt

04. Dezember 2016 | 07:11 Uhr

Zeichen stehen auf Amtsneubau

vom
Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

Amtsausschuss Moorrege Ein neues, hausgemachtes Logo und Spekulationen um Millioneninvestitionen

Die Zeichen stehen weiter auf Veränderung: Dieses Signal haben die Mitglieder des Amtsausschusses des Amts Moorrege während ihrer Sitzung am Montagabend im Dorfgemeinschaftshaus der Gemeinde Groß Nordende gegeben. Mit großer Mehrheit wurde beschlossen, einen 8,3 Millionen Euro teuren Neubau zu favorisieren und die Planung voranzureiben. Wo, steht noch nicht fest. Auch ein neues Logo wurde vorgestellt.

In Anlehnung an den aus dem Jahr 1999 stammenden Entwurf der Heidgrabenerin Julia Engelbrecht hat Verwaltungsmitarbeiter Frank Wulff ein Logo entwickelt, in dem sich alle zehn Gemeinden wiederfinden. Bisher wurden die sieben Dörfer, die durch die Pinnau getrennt werden, durch eine Brücke verbunden. Pinnau und Brücke gibt es im neuen Entwurf nicht mehr, statt dessen symbolisieren zwei kräftige Borstenpinselstriche in Gelb und Grün Geest und Marsch, die Dörfernamen sind auf dem jeweiligen Farben platziert.


CDU Moorrege setzt auf Minimallösung


Während das neue, hausgemachte Logo keinen Cent kostet, wird der Steuerzahlen für die Umsetzung der Ideen zum Amtshaus wohl kräftig bluten müssen. Mit Moorreges Bürgermeister Karl-Heinz Weinberg (CDU) und seinem Stellvertreter und Parteifreund Georg Plettenberg war die Zahl der Befürworter einer günstige Lösung überschaubar. Sie wandten sich abermals vehement gegen Neubaupläne und kämpften für einen Anbau an das derzeitige Amtshaus (unsere Zeitung berichtete). Weinberg betonte, dass die Umbauarbeiten mit 5,5 Millionen Euro viel zu hoch gegriffen seien, die geschätzen Neubaukosten von 8,3 Millionen Euro hingegen zu niedrig. Er geht von zehn Millionen Euro aus. Den von Verwaltungsmitarbeitern gegenüber Dietmar Voswinkel, SPD-Oppositionsführer in Holm, geäußerten Vorwurf, ihre Unterbringung sei katastrophal, wischte Weinberg weg: „Ich kenne viele andere Verwaltungen, es ist in Moorrege nicht katastrophal.“

Holms Vize-Bürgermeister Uwe Hüttner (CDU) fragte, warum nicht eine bessere Ausnutzung des jetzigen Standorts möglich sei, indem statt einer rückwärtigen Parkplatzbebauung ein Baum im Vorgarten gefällt wird und dann Ersatzpflanzungen vorgenommen werden. „Der Baum war für uns ein Tabuthema“, bekannte René Götze, der als Personalratsvertreter gemeinsam mit Melanie Pein aus dem Fachbereich Bauen und Liegenschaften das Projekt professionell mit einer Powerpointpräsentation vorstellte.

Plettenberg bezeichnete Hüttners Idee als vernünftig. Und warb um eine Minimallösung, die nach seinen Schätzungen für 1,5 Millionen Euro zu haben sei. Weinberg bezeichnete die Forderungen seitens der Verwaltung als völlig überzogen. Amtsdirektor Rainer Jürgensen, ebenfalls Mitglied der Planungsgruppe, konterte scharf: „Zehn Millionen hat keiner gesagt. Das ist kein Vorschlag der Verwaltung.“ Für ihn privat sei der jetzige Standort gut, weil mit dem Fahrrad erreichbar. Appens CDU-Fraktionschef Hans-Peter Lütje hält einen Umbau für ungeeignet. Er plädierte für eine Wirtschaftlichkeitsberechnung.

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