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Wedel-Schulauer Tageblatt

07. Dezember 2016 | 13:42 Uhr

„Wir hatten ein gutes Schulklima“

vom
Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

Abschlussfeier Der vorletzte Jahrgang der Pestalozzi-Schule erhält seine Zeugnisse / Offener Ganztagsbereich wird geschlossen

Es herrscht wohl fast immer Wehmut, wenn Schulen ihre Schützlinge in die Berufswelt entlassen. Doch als die sieben anwesenden Absolventen der Pestalozzi-Schule gestern ihre Zeugnisse in Empfang nahmen, war die Abschiedsstimmung besonders intensiv. Nicht nur wegen der engen persönlichen Beziehungen zwischen den Pädagogen und ihrer guten Handvoll Schülern. Die ganze Schule befindet sich auf der Zielgeraden, die Abschlussklasse 2016 ist der vorletzte Jahrgang. Eine eigene Bildungseinrichtung für Schüler mit Förderbedarf passt nicht in das Konzept der Inklusion.

Die vorletzten Pestalozzi-Absolventen bekamen von Schulleiter Kay Jensen noch einmal viel Lob mit auf den Weg: „Ihr habt gezeigt, dass man auf euch bauen und euch vertrauen kann“, so Jensen. Er habe keine Bauchschmerzen, diesen Jahrgang in die Selbstständigkeit zu entlassen. Besonders hob der Schulleiter das Miteinander im Jahrgang hervor: „Bei euch wurde niemand ausgeschlossen.“ Jensen freute sich außerdem, dass alle Schüler für die Zeit nach den Sommerferien bereits berufshinführende Maßnahmen gefunden haben. Zum Abschluss richtete der Schulleiter noch persönliche Worte an jeden der Jugendlichen. Einem vor dem Umzug nach Husum stehenden Absolventen empfahl er bei dieser Gelegenheit noch die frischen Krabbenbrötchen in der Hafenstadt.

Angesichts des gerade zu Ende gegangenen Turniers in Frankreich bemühte Bürgermeister Niels Schmidt (parteilos) in seiner Rede Vergleiche zur Fußballwelt: „Im Gegensatz zu ‚La Mannschaft‘ habt ihr es schon ins Finale geschafft.“ Nun warte aber die nächste Herausforderung. Schmidt betonte: „Viele Betriebe sagen zu mir, es sei nicht so wichtig, was ein Auszubildener schon könne – es sei wichtig, dass er wolle.“

Absolvent Lucas Hinz führte gemeinsam mit Schulleiter Jensen mit trockenem Humor durch die Veranstaltung und hielt auch die Abschiedsrede für die Schüler. Er erinnerte sich an viele gemeinsame Erfahrungen, wie die Kochprojekte, die Weihnachtsfeiern oder Klassenfahrten nach Bad Segeberg. „Jeder kannte jeden, und wir hatten ein gutes Schulklima – aber auch genug Platz, um uns bei Streit aus dem Weg zu gehen.“ Die ruhige und freundliche Atmosphäre – im Gegensatz zu anderen Schulen – hoben auch die anderen Schüler bei ihren Abschiedsworten hervor. Anschließend nahmen sie die Zeugnisse in Empfang.

Wie es mit dem Förderzentrum am Autal weitergeht, steht noch nicht endgültig fest. Dem Prinzip der Inklusion sollen alle Schüler künftig an Regelschulen unterrichtet werden. Die Sonderpädagogen werden Jugendliche mit besonderem Förderbedarf an ihren jeweiligen Bildungseinrichtungen betreuen. Ein Teil dieser Maßnahmen und Angebote wird jedoch weiterhin am Autal angeboten werden.

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erstellt am 13.Jul.2016 | 16:00 Uhr

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