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Wedel-Schulauer Tageblatt

03. Dezember 2016 | 12:43 Uhr

Vernissage in Wedel : Wenn die Kunden- zur Kunsthalle wird

vom
Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

Die Stadtsparkasse präsentiert Werke von Ole West. Großer Andrang am Eröffnungsabend.

Wedel | Kulturgenuss nach Schalterschluss: Zur Vernissage einer Werk- und Verkaufsschau seiner neusten Bilder hat der Wedeler Maler und Zeichner Ole West Freunde und Wegbegleiter in die Stadtsparkasse eingeladen. Insgesamt 73 bisher unveröffentlichte Unikate sind ab heute in Bank zu sehen.

Für die Ausstellung hatte der Künstler Typisches, aber auch erstaunlich Neues aufgehängt. Hier ein zausig-blauer Hafenspatz vor knallgelben Hintergrund, da ein weitgereister Butt in edlem Sepia und dort alte Schiffe, denen man die vielen Fahrten ansieht und die nun auf Restauration warten: Die Themen scheinen West nicht auszugehen. Das meiste weckt den immer wiederkehrenden Spaß, in den Bildern auf Entdeckungsreise zu gehen. Die Arbeiten sind teils in Öl, einige auch als Aquarell gemalt. Dazwischen einige Zeichnungen. West stellt oft Radierungen her, die er dann in Mischtechnik variiert. „Oft habe ich ein Motiv, das mir gefällt und von dem ich eine Kupferradierung herstelle“, sagt West über seine Arbeiten. Aus dieser macht er bis zu zehn Abzüge, die dann, verschiedenfarbig koloriert und mit zusätzlichen Details versehen, zu völlig unterschiedlichen Bilder werden.

Die Idee, Wests Arbeiten in der Stadtsparkasse zu präsentieren, sei bei einem zünftigen Grünkohl-Essen im Freundeskreis entstanden, sagte Stadtsparkassen-Vorstand Marc Cybulski in seiner Begrüßungsrede. Der Gedanke hatte dem Künstler spontan so gut gefallen, dass man schnell zu einem festen Termin gekommen sei.

Klönschnack mit Gästen: Ole West (Mitte) stellt seine Werke noch bis zum 13. Januar aus.
Klönschnack mit Gästen: Ole West (Mitte) stellt seine Werke noch bis zum 13. Januar aus. Foto: Bohling
 

Unter den Vernissage-Gästen war Kabarettist Matthias Brodowy aus Hannover. Er erinnerte sich charmant-ironisch an die erste Begegnung mit seinem Künstlerfreund. Zum Abschluss widmete er West ein Lied, das er auf einer von dem Maler gestalteten Gitarre begleitete. West bedankte sich ebenfalls humorvoll und sagte, Malerei sei für ihn wie Zauberei – nur ohne Zaubern.

Die Besucher waren von den Exponaten angetan. CDU-Ratsfrau Heidi Garling sagte: „Wenn ich mal einen schlechten Tag hab, gucke ich mir Bilder von West an, um meine Laune zu heben.“ Manche lobten die Farbkraft der Ölbilder. „Mir gefallen seine knalligen Bilder. Die machen Lust auf Meer“, so Anja Klein aus Haselau. Einigkeit herrschte beim stillen Humor der Motive, deren Titel schon zum Grienen verführen. Sie heißen „Der Strandwatschel“, „Es ist so eine Sache mit dem Gold“ oder „Muß noch was dran gemacht werden“ und zeigen skurrile Vögel, verschmitzte Seebären oder alte Schiffe.

Auf Anfrage stellt die Sparkasse Kontakt zu Galeristin Eva Janschek her, welche mehr als 200 Werke Wests im Portfolio hat. Die Bilder können bis zum 13. Januar während der Öffnungszeiten der Sparkasse, Gorch-Fock-Straße 2, besichtigt werden: montags, mittwochs und freitags von 9 bis 16 Uhr sowie dienstags und donnerstags von 9 bis 18 Uhr.

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erstellt am 21.Nov.2016 | 16:13 Uhr

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