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Wedel-Schulauer Tageblatt

04. Dezember 2016 | 15:23 Uhr

Stellungnahme des ADFC : Wedel: Radstreifen für die Industriestraße

vom
Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

Um die Bundesstraße queren zu können, sollen Radfahrer kurz in Gegenrichtung fahren dürfen.

Wedel | Die T-Kreuzung Industriestraße/B431 wird neu gestaltet. Planungsunterlagen liegen noch bis Mitte November im Rathaus aus. Sie sehen für das Mehraufkommen an Autos und LKW, das durch den Businesspark erwartet wird, auf der Bundesstraße aus jeder Richtung eine zusätzliche Abbiegespur vor. Zudem soll die Fahrbahn der Industriestraße im oberen Kreuzungsbereich verbreitert werden, um diese Spuren aufzunehmen. Doch wie fügen sich die Fahrradfahrer in das neue Verkehrskonzept ein? Der Wedeler ADFC wurde um eine Stellungnahme gebeten, die bis auf letzte Details bereits fertig ist.

„Wir wünschen uns, dass vorher der Radverkehr in der Industriestraße geregelt wird“, schickt ADFC-Sprecher Jürgen Lieske seinen Erklärungen voraus. Momentan gibt es lediglich auf der westlichen Seite der Industriestraße einen kombinierten Fuß- und Radweg, dessen Breite schwankt und dessen holprige Beschaffenheit die Radfahrer auf die Straße treibe. „Die Industriestraße ist definitiv keine Straße für Mischverkehr“, sagt Lieske: „Wir wünschen uns aus Radfahrersicht Radstreifen.“

Nur eine Ampel führt über die B431

Radstreifen bedeutet, dass es für Radler auf der Fahrbahn einen Bereich gibt, der mit einer durchgezogenen weißen Linie abgetrennt ist, die Autos nicht überfahren dürfen. Eine gestrichelte Markierung, wie in der Bahnhofstraße, heißt Schutzstreifen und gibt den Bereich auch für Autos frei.

Grundsätzlich unterscheidet der ADFC drei Möglichkeiten, Radfahrer in den Verkehr zu integrieren: In Tempo-30-Zonen wird Mischverkehr präferiert. Meint, Radler und Autos teilen sich die Fahrbahn. Bis Tempo 50 sollte es Radstreifen geben. Die Fahrradfahrer sind so im innerstädtischen Verkehr gut sichtbar. Und bei mehr als 50 Stundenkilometern plädiert die Fahrradlobby für getrennte Radführungsstreifen. Das bedeutet, ein Radweg verläuft getrennt von der Fahrbahn.

Problem für Radfahrer in der T-Kreuzung  ist die Querung der B431. Nur Richtung Wedel steht eine Ampel. Für Lieske gibt es zwei Lösungen, den Radverkehr zu führen. Um nicht eine Schleife über die nächste östliche Ampel in Höhe Schulauer Moorweg machen zu müssen, lässt die erste Variante die Radler die Industriestraße queren, so dass sie kurzfristig in Gegenrichtung fahren. „Aus meiner Sicht wäre das die vernünftigste Lösung“, sagt der Sprecher.  

Die zweite Möglichkeit, den Radstreifen vorher links zu führen und mit dem Autoverkehr abbiegen zu lassen, wird vom ADFC nicht favorisiert. Über den kombinierten Fuß- und Radweg entlang der nördlichen Seite der Bundesstraße ist die Wedeler Ortsgruppe übrigens gar nicht glücklich. Die Kritik: viel zu schmal. 

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erstellt am 22.Okt.2016 | 15:00 Uhr

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