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Wedel-Schulauer Tageblatt

23. März 2017 | 19:33 Uhr

Was ist fair: Gebetstag à la Haseldorf

vom
Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

St-Gabriel-Kirche Elf Veranstalterinnen fordern im Gottesdienst Gerechtigkeit und Selbstverpflichtung zur Solidarität

„Mabuhay“heißt auf Deutsch „Willkommen“ oder auch „Hab ein langes Leben“. So begrüßen sich die Menschen auf den Philippinen in ihrer Nationalsprache Tagalog.

Genauso herzlich wurden die mehr als 100 Besucher der St.-Gabriel-Kirche in Haseldorf am vergangenen Freitag zum diesjährigen Weltgebetstag im Zeichen der Philippinen willkommen geheißen. In einem Turnus von vier Jahren richten die Kirchengemeinden Haselau, Moorrege-Heist, Haseldorf-Hetlingen und Seester diese weltweite Basisbewegung christlicher Frauen immer am ersten Freitag im März aus, genauso wie tausende andere Kirchen rund um den Globus.

Dabei ist der Weltgebetstag eine Ökumene, wird also von konfessionsübergreifenden Frauengruppen organisiert und gestaltet. Sie sind solidarisch und übernehmen Verantwortung. Jedes Jahr steht ein anderes Land im Schwerpunkt, dieses Mal war es der Inselstaat aus Südostasien. Die Liturgie für die weit verstreuten Gottesdienste wurde von etwa 20 christlichen Frauen unterschiedlichen Alters aus allen Regionen der mehr als 7000 Inseln umfassenden Philippinen verfasst. Für alle Beteiligten wurde ein Heft mit der Beschreibung der Inseln, der Bevölkerung, insbesondere der Lage der Frauen, die in kurzen Texten ihre eigenen Geschichten erzählen, der Religion und mit vielen Liedern aus dem im westlichen pazifischen Ozean liegenden Land erstellt.

Diese Gottesdienstordnung war auch in Haseldorf die Vorlage zum Weltgebetstag. Unter dem deutschen Titel „Was ist fair“ hatten elf Frauen aus Haseldorf unter der führenden Feder von Angela Schuldt einen wunderbaren Weltgebetstag in der St.-Gabriel-Kirche organisiert. Abwechselnd trugen Angret Köhncke, Marlies Schölermann, Sonja Bosch, Renate Schneider, Maren Plüschau, Babette Rerrer, Gisela Lange, Maren Koopmann, Hanna Holst und Shirley Balsam die Forderungen der Frauen nach mehr Gerechtigkeit, das Schuldbekenntnis, den Zuspruch der Vergebung und die Selbstverpflichtung zur Solidarität vor.

Auch die Kinder der Kirche kamen dabei zu Wort und sangen sehr niedlich das Lied „Segen, Gottes guter Segen“ zum Gitarrenspiel ihrer Leiterin Anna Hauschildt. Der Kirchenchor St. Gabriel mit dem großartigen Thorben Korn am Piano unterstützte die Gäste beim Gesang der berührenden Kirchenlieder.

Der schöne Haseldorfer Weltgebetstag endete mit einem Empfang der Gäste im Gemeindehaus und einem kulinarischen Hochgenuss. Hobby-Koch Jürgen Kubik zauberte für die Besucher in der kleinen Küche eine duftende Linsensuppe, ein Gemüse-Curry, vegetarische Blätterteigtaschen mit Sojasoße und zum Nachtisch Kokospudding mit frischer Ananas. Damit ehrte Kubik an diesem Abend auch noch die asiatische Kochkunst.  



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