zur Navigation springen

Wedel-Schulauer Tageblatt

23. März 2017 | 21:02 Uhr

Volker Klein Vizechef der Kaufleute

vom
Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

Wahlen Wedeler Unternehmer besetzen Vorstandsposten neu / Verband will politisch stärker Einfluss nehmen

Die Wedeler Kaufleute starten mit einer Umbesetzung des Vorstands in ihr erstes reguläres Jahr nach der Fusion. Am Dienstagabend wählten sie Supermarktbetreiber Volker Klein zu ihrem Vizechef. Die Gemeinschaft der Kaufleute der Rolandstadt Wedel war im vergangenen Jahr aus der Fusion der Altstadtkaufleute und der Innenstadtkaufleute hervorgegangen.

Laut Verbandschef Daniel Frigoni sind die Kaufleute auf einem guten Weg. 90 Mitglieder, um Doppelmitgliedschaften bereinigt, hatten die beiden Altvereine im vergangenen Jahr. „Der neue Verein ist mit 70 Vollmitgliedern und acht Fördermitgliedern gestartet. Jetzt sind wir bei 79 Vollmitgliedern und acht Fördermitgliedern“, sagte der Veranstaltungsmanager. Der Vorsitzende gibt auch gleich das Ziel für Ende 2017 aus: „110 Mitglieder peilen wir für Ende des Jahres an.“

Die Kaufleute wollen sich zukünftig deutlich stärker in die Wedeler Politik einmischen. „Wir arbeiten daran, dass wir wieder stärker Gehör finden“, sagte Frigoni. Dafür brauche es geschlossene Reihen in der Kaufmannschaft. „Wenn wir uns nicht einig sind, werden Dinge beschlossen, die schizophren sind. Wir müssen Einfluss nehmen“, sagte Baustoffhändler und Vorstandsmitglied Jochen Lüchau. Verbandschef Frigoni gab sich optimistisch: „Ich glaube, dass wir wieder auf der Landkarte sind.“

Während der Versammlung wurde deutlich, dass es etliche Themen gibt, die den Unternehmern auf den Nägeln brennen. Dazu gehören die Bauprojekte Industriestraße/Tinsdaler Weg und Rissener Straße. Auf der Industriestraße wird an der Anschlussstelle zum neuen Gewerbegebiet Businesspark Elbufer eine Ampel statt ein Kreisverkehr geplant. Aus Sicht der Kaufleute keine kluge Entscheidung.

Enger Kontakt zur Stadt ist aus Sicht der Kaufleute besonders wichtig, wenn es um die geplante Sanierung der Rissener Straße geht. Die Straße bleibe zwar halbseitig geöffnet. Doch wie der sich stauende Verkehr umgeleitet werden soll, sei völlig offen. Ungeklärt sei auch, wie Schwerlaster das Nadelöhr passieren sollen, die Betriebe im Wedeler Osten beliefern.

Christian Fuchs, Wedeler Ratsherr und Vorsitzender der CDU-Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung (MIT) in Wedel und im Kreis Pinneberg, spielte den Ball zurück: „Wir wissen, was die Sperrung der Rissener Straße bedeutet und diskutieren das in jeder Sitzung. Aber wir brauchen das Feedback der Unternehmen. Wenn man sich nicht äußert, können Kritikpunkte nicht einfließen.“

Einen Arbeitsauftrag bekam der Vorstand aus Reihen der Mitglieder direkt mit auf den Weg. Er soll mit der Stadt aushandeln, inwieweit sie sich an den Kosten für die Weihnachtsbeleuchtung beteiligt.

Die Mitgliederversammlung war auch Anlass, auf das vergangenen Jahr zurückzublicken. „Es war ein intensives Jahr und wir müssen uns noch um etliche Projekte kümmern. Was machen wir zum Beispiel mit der Wedel-Card?“, sagte Frigoni. Kassenwart Uwe Schober hatte 2016 die Kassen der Altvereine zusammengeführt. Er legte nun erstmals eine gemeinsame Bilanz vor. Mitgliedsbeiträgen von insgesamt etwa 42  000 Euro standen Ausgaben von insgesamt etwa 36  000 Euro entgegen. Es blieb damit ein Plus von etwa 6000 Euro. Größte Ausgabe-Posten waren die verkaufsoffenen Sonntage mit 7300 Euro, die Weihnachtsbeleuchtung mit 5500 Euro und der Weihnachtsmarkt mit 2400 Euro.

Einige Veränderungen gab es nach den Vorstandswahlen. Jan Lüchau hat sich nach vielen Jahren Vorstandsarbeit aus persönlichen Gründen aus dem Gremium zurückgezogen. Nachfolger als Vizechef wurde Volker Klein. Als Beisitzer wurden zudem Nina Holena und Marcel Breitler gewählt.

Karte
zur Startseite

von
erstellt am 09.Mär.2017 | 16:00 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen