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Wedel-Schulauer Tageblatt

10. Dezember 2016 | 10:02 Uhr

Wedel : Vogelschutz und Wasserforschung

vom
Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

Exkursionen, Mikroskopieren und Arten bestimmen: Siebtes Nabu-Kiebitzfest lockt mehr als 1000 Besucher in die Carl-Zeiss-Station.

Wedel | Ordentlich was los hinterm Deich: Über regen Besucherzustrom konnten sich am vergangenen Sonntag Marco Sommerfeld und sein 15-köpfiges Team ehrenamtlicher Helfer anlässlich der siebten Auflage des Kiebitzfests rund um die Carl Zeiss Vogelstation freuen. Veranstalter war wie in den Jahren zuvor der Naturschutzbund (Nabu) Hamburg. „Mit dem Wetter haben wir auch diesem Jahr wieder richtig Glück“, so Stationsleiter Sommerfeld zufrieden.

Weit mehr als 1000 Besucher kamen zum Schutzgebiet rund um die Vogelstation an der Kleientnahmestelle Fährmannssand, viele davon zum ersten Mal. „Wir sind mit unseren Töchtern schon öfter mal mit dem Rad auf dem Deich hier vorbeigefahren“, so Manfred Stamer, der mit Frau und Kindern als erstes am Fuchs-Mobil Station machte. Am Mini-Labor der Nabu-Umweltbildung konnten unter dem Mikroskop kleine Wassertierchen aus dem naheliegenden Flachwasserrevier beobachtet werden.

Ein Stück weiter unterm Nabu-Zeltdach hatten sich verschiedene Informations- und Verkaufsstände positioniert. Neben der Naturschutzjugend war hier unter anderen auch der Arbeitskreis der Vogelschutzwarte Hamburg mit einer Vogelstimmen-Karte vertreten. „Wir versuchen mit dem Kiebitzfest nicht nur auf den Vogelschutz aufmerksam zu machen“, so Sommerfeld, „sondern laden auch lokale Akteure wie beispielsweise den Fahrradclub Wedel ein, sich bei uns zu präsentieren.“ So wurden neben Naturschutzinformationen auch illustrierte Vogelbücher, Schmuckkarten mit Motiven aus echten Blüten und einzigartige Vogelfotografien vorgestellt. Im Vordergrund des Tages stand aber wie bisher der Kiebitzvogel. „Bundesweit ist immer noch ein Rückgang des Kiebitzbestands um 75 Prozent zu verzeichnen“, so Nabu-Experte Dominic Cimiotti. Daher sei er froh, dass es Rückzugsgebiete wie diese für die seltene Vogelart gebe. Im Bundesprogramm Biologische Vielfalt des Bundesumweltministeriums sollen neue Methoden zum Erhalt des sympathischen Marschvogels erprobt werden.

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erstellt am 19.Apr.2016 | 16:00 Uhr

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