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Wedel-Schulauer Tageblatt

10. Dezember 2016 | 15:48 Uhr

Teestube im Reepi: Zeit drängt

vom
Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

Politiker schlagen Sponsorensuche für teuren Umbau vor

Muss die Teestube im Reepschlägerhaus Ende Oktober dichtmachen? Obwohl nach dem Tod von Werner Wietek ein neuer Pächter gefunden wurde, steht die Zukunft des Wedeler Wahrzeichens in den Sternen. Am Mittwochabend berichtete Bernd Vorwerk, Vorsitzender des Förderkreises Reepschlägerhaus, im Kulturausschuss über die Probleme in dem historischen Gebäude.

„Wir haben mit Kai Picht jemanden gefunden, der die Gastronomie im Frühjahr übernommen hat und der sie auch weiterbetreiben will. Seine vorläufige Konzession der Aufsichtsbehörde endet aber im Oktober“, sagte Vorwerk. Muss Picht dann nach wenigen Monaten schon wieder aufgeben?

Größtes Hindernis ist, dass die Küche nicht den Hygienevorschriften entspricht. So befinde sich etwa eine Anrichte am Durchgang zu den Toiletten, sagte Vorwerk. Ein Umbau würde nach grober Schätzung bis zu 60  000 Euro kosten. Die Schätzung ist grob, weil nicht alle Details, etwa denkmalschutzrechtliche Vorgaben, berücksichtigt werden konnten. „Wir sind aber auf die Gastronomie angewiesen. Sie erwirtschaftet die Unterhaltskosten für das Haus“, sagte Vorwerk.

Die Politiker im Kulturausschuss waren sich einig. Das Reepschlägerhaus muss für Publikum geöffnet bleiben. Sie wollen nun über eine Sponsorensuche beraten. Wedeler Bürger und Unternehmen könnten sich finanziell oder mit Handwerksleistungen beteiligen. Einen Zuschuss, etwa von der Aktivregion, wird es nicht geben. Ein Antrag dafür erfordert einen konkreten Baubeschluss, den die Fraktionen wegen Wedels Haushaltslage scheuen.

Schließen muss die Teestube im Oktober wohl nicht. Bürgermeister Niels Schmidt (parteilos) sagte: „Wir sind als Stadtverwaltung für die Konzession zuständig. Wir werden eine vorübergehende Lösung für die Gastronomie finden. Dauerhaft geht das unter diesen baulichen Bedingungen aber nicht.“

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