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Wedel-Schulauer Tageblatt

11. Dezember 2016 | 15:02 Uhr

Stadtwerke trotzen warmem Wetter

vom
Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

Jahresbericht Trotz milder Witterung und starker Konkurrenz erzielt der Versorger 2015 einen Jahresgewinn von 2,037 Millionen Euro

Das Planergebnis verfehlten die Wedeler Stadtwerke am Ende knapp, um 75  000 Euro. Dennoch bezeichnet Geschäftsführer Adam Krüppel das Jahr 2015 in seinem Bericht an die Politik als erfolgreich. Unter dem Strich steht für den Wedeler Versorger zwar ein leichter Umsatzrückgang um 1,7 Prozent auf 48,7 Millionen Euro. Der Jahresgewinn konnte jedoch trotzdem gesteigert werden – von 2,005 Millionen Euro 2014 auf 2,037 Millionen Euro. Für die Stadt Wedel bedeutet dies Konzessionsabgaben von 1,76 Millionen Euro und Gewerbesteuern in Höhe von 415  000 Euro, die von dem Versorgungsunternehmen an die Kommune gezahlt wurden.

Nicht nur der warme Winter drückte 2015 auf das Ergebnis der Stadtwerke. In seinem Lagebericht betont Krüppel den stetig steigenden Wettbewerbsdruck auf einem umkämpften Markt auf dem sich immer mehr Mitbewerber tummeln. Durch eine aggressive Preispolitik versuchten diese, Kunden zum Wechsel zu bewegen, einige Anbieter auch über „unseriöse“ Haustürgeschäfte, wie der Stadtwerke-Geschäftsführer erklärt. Die meisten Kunden verlor das Wedeler Unternehmen an Vattenfall, Stromio und RWE. Krüppel: „Eine Konsolidierung der Marktteilnehmer ist nicht abzusehen.“


Investitionen in alternative Energie


Der Umsatz im Bereich Gas ging – auch durch die milde Witterung – um 5,1 Prozent zurück. Da es den Stadtwerken aber gleichzeitig gelang, günstig Gas einzukaufen, konnte das Unternehmen auch in dieser Sparte eine Gewinnsteigerung verbuchen. Im Bereich Strom entwickelte sich dagegen der Umsatz für die Stadtwerke erfreulich. Auch durch den Gewinn von Großkunden schlägt eine Steigerung um 8,9 Prozent zu Buche.

Im vergangenen Jahr investierten die Stadtwerke in neue Geschäftsfelder. 129  000 Euro flossen in „Mein Sonnendach“, bei dem in Kooperation mit Hauseigentümern Photovoltaikdächer errichtet wurden. 355  000 Euro investierte das Unternehmen in WedelNet und bietet unter dieser Plattform Turbo-Internet und Telefonie an. Für ein Fazit im Telekommunikationsbereich ist es laut Stadtwerke-Sprecherin Natali Steffen noch zu früh. Das Photovoltaik-Projekt entwickle sich aber sehr gut. Beide Sparten sollen in Zukunft weiter ausgebaut werden. Neue Produkte neben dem klassischen Versorgungsgeschäft seien aufgrund des umkämpften Markts wichtig für die Stadtwerke.

Für das Geschäftsjahr 2016 kalkuliert das Unternehmen mit einem Umsatz von 50,8 −Millionen Euro. Der Wasserpreis für Endverbraucher soll nach den Senkungen Anfang 2015 weiter stabil gehalten werden.

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erstellt am 21.Jul.2016 | 16:00 Uhr

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