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Wedel-Schulauer Tageblatt

28. September 2016 | 12:14 Uhr

Spielplätze: Sieben auf der Streichliste

vom
Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

Kataster Rückbaupläne für wenig frequentierte Orte

Die Politik hat’s gefordert, die Verwaltung geliefert: Wedels Spielplatz-Kataster steht. In der kommenden Woche beschäftigen sich gleich zwei Gremien mit der Auflistung und den Konsequenzen, die die Stadt daraus ableitet: 46 öffentliche Spielplätze sind laut der Erhebung aktuell über das Stadtgebiet verteilt. Sieben davon sieht die Verwaltung als verzichtbar an und empfiehlt den Rückbau in den kommenden zwei Jahren.

Im Visier der so bezeichneten Bedarfsanpassung sind Spielplätze im Egenbüttelweg, im Hainbuchenweg, in der Reepschlägerstraße, im Rebhuhnweg, in der Pferdekoppel und im Wiedkamp sowie der Bolzplatz Im Grund. „Die Spielplätze werden wenig bis gar nicht frequentiert“, heißt es in der Stellungnahme der Verwaltung zu der Streichliste.

Dies sei über regelmäßige Begehungen anhand von Gebrauchsspuren zu erkennen. So habe sich etwa im Fallschutz Unkraut ausgebreitet, was darauf hinweise, dass dort nicht mehr gespielt werde. „In unmittelbarer Umgebung befinden sich Spielplätze, die genutzt und extra aufgesucht werden“, heißt es weiter in der Beschlussvorlage.

Die zurückgebauten Flächen sollen Kindern für freies Spiel weiter offen stehen, so der Verwaltungsvorschlag. Und: Ändert sich die Bevölkerungszusammensetzung im Einzugsgebiet, könnte wieder ein Spielplatz auf der Fläche aufgebaut werden, so die Idee.


Einsparung nicht zu beziffern


Die Datenerhebung zeigt allerdings, dass auch im Umkreis der Abschuss-Kandidaten teils zahlreiche Kinder leben. Die Erhebung erhält auch die Anzahl der Kinder zwischen sechs und zwölf Jahren, die in einem Radius von 200 beziehungsweise 700 Metern um die Spielplätze herum wohnen. Den engen Radius wollte das Kinderparlament ermittelt wissen, der 700-Meter-Radius ist analog zur Landesbauordnung gewählt. Zwischen 183 (Egenbüttelweg) und 401 (Wiedkamp) Jungen und Mädchen leben im großen Umkreis der Spielplätze auf der Streichliste. Laut neu erarbeiteten Richtlinien für die Bereitstellung sind „Kinderspielplätze in Abständen (Radius) von zirka 700 Metern herzustellen, wenn im Einzugsgebiet (Mehrfamilienhäuser) mindestens 50 Kinder im Alter von sechs bis zwölf Jahren leben“.

Als Kosten für den Rückbau setzt die Stadt insgesamt 32  000 Euro an, aufgeteilt auf die Haushaltsjahre 2017 und 2018. Abgebaute Geräte sollen möglichst auf bestehenden oder neuen Plätzen weiter genutzt werden. Wie hoch die Ersparnis für die Stadt ist, lässt sich laut der Beschlussvorlage nicht oder nur schwer beziffern. „Sie senken den investiven Bereich, da keine neuen Geräte angeschafft werden müssen beziehungsweise keine Ersätze stattfinden“, so der O-Ton der Vorlage: „Auch der Pflegeaufwand reduziert sich über weniger Aufwand für Personal des Bauhofs zur Prüfung und Unterhaltung der Kinderspielplätze.“

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erstellt am 21.Sep.2016 | 16:00 Uhr

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