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Spielplätze: Antrag auf Erhalt abgelehnt

vom
Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

Streit um Streichliste Entscheidung vertagt / Patenschaften werden geprüft

Da waren’s schon mal nur noch sechs: Die Streichliste mit sieben Wedeler Spielplätzen ist um einen reduziert worden. Zudem hat die Verwaltung den Auftrag, Rahmenbedingungen für Spielplatzpatenschaften zu entwickeln und aktiv für die Übernahme zu werben. Dies sind die Ergebnisse einer weiteren Runde der teils sehr emotional geführten Auseinandersetzung mit einem Beschlussvorschlag, der Politik und zahlreiche Bürger seit nun bereits einem halben Jahr bewegt.

Bürgermeister Niels Schmidt empfahl noch vor jeder Debatte, den Vorschlag zu ändern und den Standort Pferdekoppel von der Streichliste zu nehmen. Er war es, der im Zuge der Bürgerbeteiligung am deutlichsten als erhaltenswert gekennzeichnet wurde. Schmidt dankte ausdrücklich für die Beteiligung von Anwohnern und Eltern und wies ebenso explizit noch einmal darauf hin, dass die Verwaltung mit der Streichliste einen politischen Auftrag umgesetzt hat.

Dank an die Bürger kam auch unisono von den Fraktionen. Bei dem Umgang mit der Streichliste war es dann allerdings vorbei mit der Einigkeit. Die Grünen beantragten wie angekündigt den Erhalt aller Plätze. „Finanziell lohnt es sich nicht, und wir würden den Familien etwas Wichtiges wegnehmen“, so Grünen-Ratsfrau Petra Kärgel. Claudia Wittburg (SPD) signalisierte Unterstützung für die Sozialdemokraten – „auch weil die Auswahl nicht nachvollziehbar ist“.


Grüne, SPD, Linke und FDP gegen Rückbau


Auch die Liberalen waren auf Linie. „Wir sind für den Erhalt dieser letzten Nischen, die den Kindern zur Verfügung stehen“, so FDP-Fachsprecher Peter Heinze. „Volle Unterstützung“ kam von Detlef Murphy. Der Linke-Fraktionschef begrüßte zudem jenen zweiten Teil des Grünen-Antrags hinsichtlich Prüfung der Patenschaften. Murphy war es, der diese Möglichkeit früh in die Debatte gebracht hatte. Er hätte sich allerdings gewünscht, dass eine solche Prüfung vor dem Beschluss über mögliche Streichungen gestanden hätten, so der Linke.

„Naturbelassene Flächen sind auch Spielplätze“, erklärte dagegen Heidi Garling (CDU). Ihre Partei habe durchaus den Eindruck, dass es Plätze gibt, die nicht nachgefragt und genutzt würden. Da müsse auch über eine Veränderung des Angebots nachgedacht werden. Garling wollte ebenso wie Angela Drewes (WSI) jeden der vorgeschlagenen Standorte einzeln abstimmen. Durch die Bürgerbeteiligung gebe es eine Priorisierung. Das solle man annehmen und nun konkret werden, forderte Drewes.

CDU und WSI waren es auch, die den Grünen-Antrag auf Erhalt aller Standorte scheitern ließen. Der Patenschaft-Prüfung jedoch stimmten sie wie alle übrigen Fraktionen zu. Ein Votum nicht ohne lange Debatten um Aussagekraft der Öffentlichkeitsbeteiligung und das Einsparvolumen. Nicht nachvollziehbar und nicht transparent oder aber viel zu gering, so kam es immer wieder aus den Reihen von Grünen, Linken, SPD und FDP.

Murphy war es wiederum, der die Sinnhaftigkeit einer Einzelabstimmung zum jetzigen Zeitpunkt infrage stellte. Erst wenn für die einzelnen Standorte klar sei, wie es um die Bereitschaft zur Übernahme von Patenschaften oder auch Sponsoring stehe, sei eine Entscheidungsgrundlage gegeben, so der Linke-Fraktionssprecher. Zudem müsse das potenzielle Einsparvolumen deutlich aufgezeigt werden, sekundierte Kärgel und beantragte eine Verschiebung der Entscheidung bis zur Klärung beider Fragen. Teils offenkundig widerwillig in den Reihen von CDU und WSI, aber dennoch einstimmig wurde so beschlossen.

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erstellt am 10.Mär.2017 | 16:00 Uhr

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