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Wedel-Schulauer Tageblatt

23. März 2017 | 11:33 Uhr

Kriminalitätsstatistik 2016 : So steht’s um die Sicherheit in Wedel

vom
Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

Die Polizei registriert 1497 Straftaten. 49 Prozent Aufklärungsquote. 64 Prozent der Täter sind Einheimische.

Wedel | Das Polizeirevier Wedel hat die Kriminalstatistik 2016 für die Rolandstadt vorgelegt. Demnach ist die Zahl der in ihrer Zuständigkeit bearbeiteten Fälle für Wedel, Holm und Hetlingen gegenüber 2015 leicht gestiegen: 1497 bekannt gewordene Taten registrierten die Beamten insgesamt für 2016. In 2015 waren es 1444. Gestiegen ist auch die Aufklärungsquote – von 47,6 Prozent auf 49,0 Prozent. Mit einer Häufigkeitszahl von 6099 Taten auf 100.000 Einwohner (6373 in 2015) liegt Wedel im Kreisvergleich im Mittelfeld.

Nahezu unverändert wie die Gesamtentwicklung ist die Zahl der Straftaten, „die den Bürger direkt stark beeinträchtigen“, so Frank Lassen, Wedels stellvertretender Revierleiter, der die Statistik gestern erläuterte. 335 Mal wurden so genannte Rohheitsdelikte wie Raub und Körperverletzung verzeichnet. 2015 waren es 321 Taten. Generell sei die Aufklärungsquote dabei sehr hoch, so Lassen: 86,6 Prozent gegenüber 89,1 Prozent im Vorjahr. Anders beim Diebstahl unter erschwerten Bedingungen, worunter neben Fahrraddiebstahl auch Einbruch fällt. Hier konnten 2016 12,1 Prozent der 397 Fälle aufgeklärt werden. 2015 betrug die Quote 9,4 Prozent bei 393 Fällen. Differenziert, weil ebenfalls mit hoher Betroffenheit für die Opfer verbunden, hat Lassen die Rubrik Wohnungseinbruchdiebstahl betrachtet.

 

78 mal wollten oder sind Täter 2016 in Häuser und Wohnungen eingestiegen – 27 Mal zu Tageszeiten. Im Jahr zuvor waren es 85 Einbrüche, davon 26 am Tag. 11,8 Prozent der Fälle wurden 2015 aufgeklärt, nur 2,6 Prozent im vergangenen Jahr. Auffällig: Bei jeder zweiten Tat in 2016 blieb es lediglich beim Einbruchversuch. „Die beste Art, sich gegen Einbruch zu schützen, ist die technische Prävention“, sagt Lassen. Er erinnert daran, dass Investitionen dafür ab 2000 Euro mit 20 Prozent vom Staat gefördert werden.

 

Die Schadenshöhe durch die erfassten Delikte beziffert Lassen auf 6,858 Millionen Euro, das Gros machen Vermögens- und Fälschungsdelikte mit 3,573 Millionen Euro aus. Der Schaden bei Einbrüchen lag bei 200.481 Euro. Bleiben die Täter: 710 Verdächtige wurden ermittelt. 125 davon waren unter 21 Jahre. Wiederum 96 von ihnen männlich. Zwischen 40 und 47 Prozent aller Ermittelten waren Wiederholungstäter, 17 bis 20 Prozent waren alkoholisiert, acht bis zehn Prozent standen unter Drogen. 65 Prozent der Täter waren Wedeler, 11,4 Prozent kamen aus Hamburg.

Ausgewertet wurden auch flüchtlingsrelevante Fälle: Demnach haben Flüchtlinge 2016 45 Straftaten begangen. 20 Straftaten gab es in Wedel gegen Flüchtlinge. 22 Mal wurde die Polizei bei Delikten zwischen Flüchtlingen tätig.

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erstellt am 03.Mär.2017 | 12:00 Uhr

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