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Wedel-Schulauer Tageblatt

06. Dezember 2016 | 09:12 Uhr

„So kann man nicht mit mir umgehen“

vom
Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

Personal-Zoff Jetzt spricht Helmut Plüschau

Eskalation im Personal-Streit um die Besetzung eines Aufsichtsratspostens der Stadtwerke: Jetzt meldet sich der zu Wort, um den es geht – Helmut Plüschau (Foto). Und der ist mächtig angefressen. „So kann man nicht mit mir umgehen“, sagt der Ex-Landtagsabgeordnete der SPD. Seine Forderung: „Wenn Herr Kissig sagt, es gebe mehrere Gründe, mich abzulehnen, dann soll er sie öffentlich machen. Ich weiß mich zu wehren und kann sämtliche mögliche Vorwürfe glasklar widerlegen.“ Und Plüschau stellt weiter klar: „Gegen Rufmord würde ich auch juristisch vorgehen. Es geht hier um meine Ehre. Die lasse ich mir nicht abschneiden.“

Wie berichtet hatte die CDU mit Stimmen aus der WSI die Nominierung Plüschaus durch die SPD für einen Aufsichtsratsposten bei den Stadtwerken abgelehnt. Gründe wurden auch auf Nachfrage dieser Zeitung nicht genannt. „Ich habe keine silbernen Löffel gestohlen, habe mir nichts zuschulden kommen lassen und schulde niemandem einen Cent“, so Plüschau.

Er habe in mehreren Leserbriefen die Stadtwerke ob ihrer Geschäftsführung und ihres Geschäftsgebarens angegriffen, so der Sozialdemokrat. Und er könne sich durchaus vorstellen, dass das CDU-Fraktionschef Michael Kissig als Aufsichtsratsvorsitzendem nicht gepasst habe. Das dürfe auch für WSI-Fraktionschef Joachim Funck gelten, der ehemals Stadtwerke-Mitarbeiter war und ebenfalls im Aufsichtsrat sitze, so Plüschau.


„Werde ein unbequemer Partner sein“


Zudem habe er Funck mit „heftigen Äußerungen“ kritisiert, als der mit fünf weiteren Sozialdemokraten sich von der SPD-Fraktion abgespalten und die WSI gegründet habe. Er wüsste indes gern, was die FDP zu ihrer Enthaltung bei der Abstimmung gebracht habe: „Das spricht nicht für ihre liberale, freiheitliche Grundhaltung“, sagt Plüschau.

Er sei seiner Partei und Fraktion dankbar, dass sie solidarisch zu ihm stehe und sich diese „undemokratische Verhaltensweise“ nicht bieten lassen wolle, so der Sozialdemokrat, der betont: „Ich bin weiter bereit für das Amt und werde dem Begehren von Herrn Kissig und Herrn Funck nicht nachgeben.“ Wie berichtet erwägt die SPD, Plüschau erneut zu nominieren. Sollte er es dann schaffen, ist für ihn seine Linie klar: „Ich werde ein unbequemer Partner im Aufsichtsrat sein.“

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erstellt am 06.Mai.2016 | 16:00 Uhr

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