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Zu Herzen gehend und berührend : Selten aufgeführtes Musikwerk erklingt in der Christuskirche

vom
Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

Insgesamt elf Sängerinnen und Sänger sowie sechs Instrumentalisten führte Kantor Freimut Stümke durch die einzelnen Passagen des sieben Abschnitte umfassenden Zyklus.

Wedel | Am Ende war den Künstlern Freude und Erleichterung über das Erreichte anzusehen: Passend zum Feiertag kam in der Christuskirche am Karfreitag ein selten aufgeführtes Musikwerk aus dem 17. Jahrhundert zu Gehör: Membra Jesu nostri, eine Passionskantate aus der Feder des Barockkomponisten Dietrich Buxtehude.

Insgesamt elf Sängerinnen und Sänger sowie sechs Instrumentalisten führte Kantor Freimut Stümke durch die einzelnen Passagen des sieben Abschnitte umfassenden Zyklus. Mal zart und würdevoll, dann wieder kräftig und stimmgewaltig intonierte das Vokalensemble die Bibeltexte, die der einzelnen Kreuzigungswunden Jesu ausdrucksstark gedenken. Mehr als drei Monate hatten die Künstler für den Auftritt geprobt und lieferten eine dem Werk angemessene und beeindruckende Leistung ab.

Auf Beifall verzichtet

Sehr glücklich war man über die Besetzung der Instrumentalisten, allen voran Simone Eckert an der Gambe. Eckert gilt als Koryphäe an der historischen Kniegeige und wurde für ihre Kunst bereits mit einem Echo-Preis ausgezeichnet. Ihr zur Seite Ehemann Cord Boy, der lange Jahre Chorleiter am Rist-Gymnasium war und an diesem Tag dem Violone Kontrabass tiefe Streichertöne entlockte.

Das Publikum war sichtlich angetan von der sakralen Musik. Viele äußerten sich erfreut, etwas bisher so selten Gehörtes zu erleben. „Zu Herzen gehend und berührend“, lautete der Kommentar von Imme Wiegand, die das Werk bisher auch noch nicht kannte.

Wegen des Karfreitags hatte eingangs Organisatorin Edith Rachor darum gebeten, auf Applaus zu verzichten. Würdevoll beendeten die Zuhörer den Nachmittag stehend in stillem Gedenken.

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