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Wedel-Schulauer Tageblatt

11. Dezember 2016 | 05:17 Uhr

Sein Name soll wieder strahlen

vom
Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

Rist-GesellschaftKonzert zum Gründungsabschluss

„Was Mozart für Wien, ist Rist für Wedel“, sagen Matthias Dworzack (Foto), Erhard Felske, Werner Ballendat, Arno Schöppe und Sabine Lüchau. Es weiß allerdings noch längst nicht jeder. Das wollen die fünf Vorständler der Johann-Rist-Gesellschaft ändern – mit ihrer Institution, die kommenden Monat den Abschluss ihrer im Oktober 2015 begonnen Gründung mit einem Konzert feiern wird.

Die Förderung von Kunst, Kultur und Wissenschaft nennt die Rist-Gesellschaft als Vereinszweck in einem frisch aufgelegten Flyer. Er ist ein Beleg dessen, was Vorsitzender Dworzack meint, wenn er sagt: „Es ist viel Geschehen in den vergangenen Monaten.“ Weitere sind die Anerkennung als gemeinnützige Körperschaft, der Aufbau einer Internet-Präsenz, die Mitgliederwerbung – knapp 30 Unterstützer zählt der Verein mittlerweile –, die Einrichtung eines Kontos und die Schaffung einer Struktur, die Verlässlichkeit über das Ehrenamt hinaus gewährleistet. Stichwort – neudeutsch – Backoffice: Hier unterstützt Bernhard Apparatebau aus Holm den Verein – „mäzenatisch“, so Dworzack. Um Qualität der Vereinsarbeit zu gewährleistet, wurde eigens ein Beirat unter Mitwirkung der spezialisierten Wissenschaftler Karen Michels und Johann Anselm Steiger installiert.


Vernetzung hat bereits begonnen


Auch die Vernetzungsarbeit hat bereits begonnen. Kreis, Land: „Da kommt schon einiges zurück, die Zustimmung ist immens groß“, sagt der Vereinsvorsitzende. In Wedel selbst dagegen, dem Ort, in dem der oft so genannte „Dichterpastor“ von 1635 bis 1667 gelebt und gewirkt hat, ist noch einiges an Potenzial. Genau da will die Rist-Gesellschaft ansetzen, erklärt Lüchau eine Stoßrichtung der Aktivitäten. Ein Wirken für die Stadt, „damit auch die Wedeler sehen, welche Bedeutung Rist tatsächlich hatte und hat“.

„Johann Rist war einer der vielseitigsten und bedeutendsten Poeten, Gelehrten und Kulturorganisatoren des 17. Jahrhunderts“, hebt denn auch der Info-Flyer gleich an. Durch Rist habe sich das Kirchdorf Wedel von einem unbedeutenden Ort „zu einem geistigen und kulturellen Zentrum Deutschlands entwickelt“. Zu den jährlich Aktivitäten, mit denen die Gesellschaft den „Namen Johann Rists wieder zum Strahlen bringen“ will, zählen ab 2017 etwa Ausstellungen, angefangen im Stadtmuseum zur Bedeutung des Naturwissenschaftlers. Weiter sind Vorträge und Konzerte geplant, wobei im kommenden Jahr ein Schwerpunkt auf 500 Jahre Reformation und dem 350. Todestag Rists liegen soll.

„Das Treffen in Telgte – Den Frieden dichten“ ist der Titel von besagtem Gründungskonzert am Sonntag, 13. November, in der Immanuelkirche am Roland. Die musikalische Lesung mit Musik und Texten von Günter Grass, Heinrich Schütz, Claudio Monteverdi, Heinrich Albert und natürlich Rist beginnt um 17 Uhr. Zu hören sind Ina Siedlaczek (Sopran), Beat Dudeck (Altus), Florian Sievers (Tenor), Bernd Leo Treumann (Bass), Günter Hagemann (Rezitation) sowie die Cimbrische Cantorey Wedel und das Ensemble Schirokko Hamburg. Die Leitung liegt bei Dworzack. Eintritt: 20 Euro, ermäßigt zehn Euro. Kartenvorverkauf im Buchhaus Steyer (Bahnhofstraße).

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erstellt am 08.Okt.2016 | 16:00 Uhr

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