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Wedel-Schulauer Tageblatt

05. Dezember 2016 | 13:42 Uhr

Ausstellung in Wedel : Sand wird im Rathaus zum Hingucker

vom
Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

Frauke Petersen zeigt unter dem Titel „Strukturwandel“ Reliefs aus verschiedenen Schaffensperioden.

Wedel | Ungewöhnliche Kunstwerke schmücken derzeit das Rathaus der Rolandstadt: Bilder aus Sand, fixiert auf Holz oder sogenannten „mitteldichten Holzfaserplatten“, „mdf“ in der Fachsprache der Baumärkte. Frauke Petersen aus Eiderstedt hat sie geschaffen, Landschaftsarchitektin von Beruf. In ihrer Kunst verbindet sie ihr Vergnügen an Naturbeobachtung mit ihrer Lust an geometrischer Strenge. „Strukturwandel“ nennt sie die Schau. Eine faszinierende Kreativität spricht aus den Bildern.

Dazu wollte Yoli von Manowski keine Standard-Laudatio abliefern. „Ich gebe Ihnen eine kurze allgemeine Einführung, aber dann folgen Sie mir bitte zu den verschiedenen Stationen, den Werken früher und späterer Schaffensperioden, mal inspiriert von verfallender Architektur in Buenos Aires, dann wieder angeregt von menschlichen Körperformen am Strand, hin und wieder auch erotisch. Auch die strenge abstrakte Form wird uns begegnen.“ So versuchte die Kunstexpertin das Vernissage-Publikum zu motivieren.

Als es aber Zeit zum Losspazieren war, da saßen die Freunde und Mitglieder des Kulturforums viel zu bequem. Rundgang? Angesichts der sommerlichen Temperaturen im Rathaus riss der Plan niemanden vom Hocker. Ein weiterer triftiger Einwand: „In dem Gedrängel sieht man dann doch gar nichts.“. Also doch Rede nach bewährtem Muster. Sie habe so eine „Laudatio im Vorbeigehen“ auch anderswo schon mal vorgeschlagen, aber geklappt habe das noch nie, räumte von Manowski freimütig ein.

Architektonische Eindrücke von einer Reise nach Buenos Aires inspirierten diese Bilder.
Architektonische Eindrücke von einer Reise nach Buenos Aires inspirierten diese Bilder. Foto: Stolzenberg
 

Nach ihrer Ansprache verteilte sich die Menge schnell. Sekt- oder Saftglas bewehrt, schlenderten die Kunstfreunde durch die beiden Ausstellungs-Etagen, klönten mit der Malerin und waren durchweg fasziniert von den ungewöhnlichen Arbeiten. Einige bearbeiteten die Künstlerin mit bohrenden Fragen, woher sie den Sand habe, wie sie die Färbungen hinbekomme und schließlich, wie sie das Material auf dem Untergrund fixiere. Ihre Technik hielt die Künstlerin lieber geheim. Antworten gab es nur zur Herkunft des Sandes. Wüsten in fernen Ländern waren dabei, Hauptlieferant war freilich der Nordseestrand von Sankt Peter-Ording, denn der liegt praktisch vor Petersens Haustür.

Die Öffnungszeiten des Wedeler Rathauses sind Montag bis Mittwoch sowie Freitag von  8.30 Uhr bis 13 Uhr, Donnerstag 15 bis 19 Uhr und nach Vereinbarung, Telefon 04103-7070.
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erstellt am 09.Sep.2016 | 12:15 Uhr

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