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Wedel-Schulauer Tageblatt

10. Dezember 2016 | 13:54 Uhr

Rist-Gymnasium rüstet digital auf

vom
Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

Modellschule 20 000 Euro gab’s als Auszeichnung vom Ministerium / Staatssekretär erkundigt sich nach Stand des Projekts

Thomas Anderson-Oertel, Schulfachlicher Koordinator für digitale Medien am Johann-Rist-Gymnasium (JRG), fasst die technischen Ziele der Schule in einem einfachen Statement zusammen: „Unser Wunsch: Jeder Raum soll ein Medienraum sein“. Denn nur dann klappt es auch mit einer neuen, vernetzten Lehr- und Lernkultur. Recherchieren, editieren, präsentieren und kommunizieren soll für alle Schüler und Lehrer überall im Gymnasium möglich sein.

Mit einem Programm für dieses Ziel hat sich das JRG beim Wettbewerb „Lernen mit digitalen Medien“ beworben – und gewonnen. Das schleswig-holsteinische Ministerium für Schule und Berufsbildung wollte Konzepte unterstützen, die die neuen Medien in den Unterricht einbeziehen. Jetzt kam Staatssekretär Dirk Loßack vorbei, um sich über den Stand der Entwicklungen zu erkundigen. Sein Hauptinteresse: „Wie sieht das Projekt genau aus und wie setzen sie es um“, erklärt Loßack.

Neben dem Titel „Modellschule“ gab es fürs Rist für die Auszeichnung auch Geld. 20  000 Euro stellte das Ministerium bereit. Das reichte fürs Material, erklärt Koordinator Anderson-Oertel. Unbürokratisch schoss die Stadt als Schulträger etwa 7000 Euro für den Einbau hinzu. WLAN, Beamer, Dokumentenkamera und Boxen sind jetzt überall installiert. „Die Lehrer müssen endlich keine CD-Player mehr schleppen“, sagt Anderson-Oertel und lacht. Mit der Dokumentenkamera werden Bildschirm und Smartboard zu etwas, was früher der Overheadprojektor war. Im Unterricht erarbeitete Vorlagen können sofort aufgenommen und für alle sichtbar gemacht werden. Auch, weil die Schule als Modellschule die Dokumente ins schleswig-holsteinische SchulCommSy einstellen kann, eine Art Cloud, absolut sicher, betont der Medien-Koordinator.

Mit ihrem aktuellen Konzept fürs digitale Lernen setzt das JRG aufs niedrigschwellige Prinzip „Bring-Your-Own-Device“ auf. Das möchte, dass jeder Schüler in der Schule und zu Hause das gleiche Gerät benutzt und einen persönlichen Zugang zum WLAN-Netz der Schule hat.

Dem Ministerium gehe es nicht nur um Oberflächen-Technik, betont Staatssekretär Loßack. „Es geht um die Tiefenstruktur von Unterricht. Inwiefern unterstützen digitale Medien den Unterricht, wie wird der Unterricht besser durch digitale Medien.“ Anderson-Oertel präzisiert die neue Lernkultur an der Schule: Recherchieren durch WLAN, Redigieren beziehungsweise editieren der Texte aus dem Netz, präsentieren in Powerpoint und kommunizieren in der digitalen und in der realen Welt.

Auf die Frage, ob das JRG jetzt digital gut aufgestellt sei, bleibt Anderson-Oertel zurückhaltend. Die Schule habe einen weiteren Schritt gemacht: „Wir sind auf einem guten Weg“ , sagt er diplomatisch. 

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