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Wedel-Schulauer Tageblatt

10. Dezember 2016 | 11:51 Uhr

Prüfungen im „English Village“

vom
Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

Innovation An der Gemeinschaftsschule Moorrege hat es gestern einen Sprachtest der besonderen Art für Achtklässler gegeben

Eine Prüfung der besonderen Art hat es gestern in der Gemeinschaftsschule Moorrege (Gemsmo) gegeben. Etwa 90 Achtklässler gaben im „English Village“ eine Kostprobe ihres sprachlichen Könnens. Nachdem die Premiere im vergangenen Jahr bei den Jugendlichen gut ankam, wurde nachgelegt. Die Lehrer hatten fünf Stationen liebevoll mit Requisiten ausgerüstet.

Lebensnah präsentierte sich die fünfminütige Sprachprüfung. Die Schüler mussten sich in zwei Situationen behaupten. Im Café wurden beispielsweise Bestellungen aufgegeben und während eines knapp vierminütigen Smalltalks plauderten sie über Schule, Praktikum und Haustiere. In der Polizeistation ging es um einen verlorenen Rucksack. Die Achtklässler mussten sein Aussehen beschreiben, wo sie ihn zuletzt gehabt hatten und ihren Namen buchstabieren. Im B  &  B – also im Bed and Breakfast – plauderten die Teilnehmer mit ihrer Gastfamilie und berichteten, was das deutsche und englische Frühstück unterscheidet. Etwas schwerer war der Test in der „Travel Agency“, also dem Reisebüro. Dort wurden Angebote über Kurztrips eingeholt. Und an der Ticket Hotline zeigten die Realschüler, wie einfach es ihnen fällt, Karten für kulturelle Veranstaltungen zu buchen. „Ich war ganz doll aufgeregt“, sagte Johanna Schröder (R  8b). Die Appenerin schlug sich am Telefon mehr als wacker bei der Kartenbestellung, die Anna-Lena Weist (9e) – hinter einer Trennwand sitzend und mit Headset ausgestattet – entgegennahm. Die heutigen Neuntklässer waren im vergangenen Jahr die ersten Prüflinge gewesen und freuten sich nun über ihre neue Rolle.

Auf die Idee dieser ungewöhnlichen Prüfungsform war Englischlehrerin Insa Tietjen gekommen. Eine Freundin hatte ihr vom Erfolg des Projekts an der Gemeinschaftsschule Mölln berichtet. Fachkonferenzleiterin Frauke Manssen war sofort interessiert – und nach einem Visite an der Möllner Schule wurde die Umsetzung in Moorrege klar gemacht.

Die mündlichen Test der Achtklässler wurden vom Kieler Kultusministerium eingeführt, so Manssen. Dafür entfalle eine schriftliche Arbeit. Wie die Schulen die neue Fachanforderung umsetzen, obliege dem Lehrerengagement.


Beim England-Besuch wird es ernst


Der Besuch im „English Village“ war für die Achtklässler in doppelter Hinsicht ein guter Testlauf. 50 von ihnen fahren vom 17. bis 23. Juli nach Hastings in der Grafschaft East Sussex. Dort werden sie in Gastfamilien untergebracht und besuchen neben London auch eine britische Schule. „In England werden wir uns mit weiteren Requisiten für das nächste Village eindecken“, versprach Tietjen.

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