zur Navigation springen

Wedel-Schulauer Tageblatt

03. Dezember 2016 | 20:54 Uhr

Ostmole: Kiel signalisiert Förderung

vom
Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

Sanierungsprojekt Architekten gehen in nächste Planungsstufe für Promenaden-Gestaltung / Kein Geld für Schlengelanlage

Frohe Kunde aus Kiel: Das zuständige Innenministerium des Landes hat die grundsätzliche Förderungsfähigkeit für die Umgestaltung der Ostmole am neuen Schulauer Hafen signalisiert. Die Planer von BOS Architekten, Ramboll IMS Ingenieurgesellschaft sowie dem Landschaftsarchitektenbüro Breimann und Bruun, die den Entwurf konzipiert haben, können damit in die nächste Konzeptstufe inklusive Kostenberechnung gehen. Wie Bauamtschef Klaus Lieberknecht auf Anfrage dieser Zeitung erklärte, ist dies Voraussetzung, um den formellen Förderantrag auf den Weg zu bringen. Erst dann könne die für den Bau zu veranschlagende Summe sowie eine Zeitschiene benannt werden. Ziel ist ein Baubeginn im kommenden Jahr. Der Kostenrahmen wird seitens der Verwaltung aktuell mit 6,5 Millionen Euro beziffert. Rund zwei Drittel sind Zuschüsse im Rahmen der Städtebauförderung für das Gesamtprojekt Hafensanierung.

Zentrales Element der Molen-Pläne ist ein grüner Hang zur Überbrückung des Höhen-Unterschieds von Schulauer Straße und Hafenkante. So sollen Promenaden auf zwei Niveaus geschaffen werden, verbunden durch Rampen, um einen barrierefreien Zugang zu sichern. Die Flutschutzmauer am Strandweg und in Verlängerung der Hafenstraßen wird durchbrochen, um Sicht- und Wegebeziehungen herzustellen.


900  000 Euro für 120 Anlegeplätze


Während die grüne Böschung mit Baumbepflanzung im nördlichen Bereich zur Ruhezone wird, geht sie im Süden über in eine Hafenterrasse mit Treppen- und Sitzstufen sowie einem Hafenplatz inklusive Gastronomiefläche. Der markante vordere Teil des Hafenmeisterhauses bleibt erhalten und wird in die Neuanlage integriert.

Wermutstropfen beim Besuch der Wedeler Verwaltungsvertreter in der Landesbehörde: Für ein Teilprojekt der Hafengestaltung werden keine Fördergelder fließen – den Bau einer Schlengelanlage. Nach bislang erfolgloser Suche nach einem Betreiber für den Hafen will Wedel damit in Vorleistung gehen, was eine Belebung des neuen Beckens angeht. Kostenschätzung: 900  000 Euro für eine Anlage mit 120 Anlegeplätzen.

Knackpunkt laut Lieberknecht: Gefördert werden nur Baukörper, die fest mit dem Hafenrand verbunden und öffentlich als Promenade nutzbar sind. Viel zu aufwendig und problematisch, was die Unterhaltung des Hafens angeht, so Lieberknecht. Wedel plant mit einer schlankeren Lösung, aus Kostengründen und um die Schlengelanlage komplett entfernen zu können, wenn das Hafenbecken entschlickt werden muss. Idee ist nun, zu eruieren, was mit dem eingeplanten Budget für die Anleger zu realisieren ist. Ausgehend von der üblichen Zwei-Drittel-Förderung hat Wedel 300  000 Euro Eigenanteil für den Schlengelbau kalkuliert. Das Thema soll nach der Sommerpause in der Hafen-AG mit Vertretern der Wedeler Politik weiter erörtert werden.

Karte
zur Startseite

von
erstellt am 25.Aug.2016 | 16:00 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Themen zu diesem Artikel:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen