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Wedel-Schulauer Tageblatt

10. Dezember 2016 | 11:55 Uhr

„Nordseefeeling und schicke Häuser“

vom
Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

Tourismus So sehen Wedels Sommergäste die Rolandstadt / Elbe hat Magnetwirkung / Viele kommen öfter zu Besuch

Sommerzeit ist Reisezeit. Viele Wedeler sind ausgeschwärmt, um an dem von ihnen gewählten Urlaubsort in nah oder fern Erholung zu tanken. Doch ob Timmendorf, Türkei oder Tahiti: Die Rolandstadt präsentiert sich dieser Tage alles andere als verwaist. Grund dafür sind tausende Touristen, die Wedel einen Besuch abstatten und dabei meist die bekannten sehenswerten Orte wie Schiffsbegrüßungsanlage, Badebucht, Batavia, Marsch oder Beachclub ins Visier nehmen. Unsere Zeitung hat sich einmal auf die Suche gemacht und Gäste gesprochen, die Wedel für einen kurzen oder sogar langen Aufenthalt in diesem Sommer in ihrer (Urlaubs-)Route als beliebtes Ausflugsziel einplanten.

Einer davon ist Jochen Ullrich (45) aus dem bayrischen Bayreuth, der mit seiner Familie mit dem Fahrrad die Elbe entlang radelt. „Wir kommen aus Glückstadt. Und wollen noch weiter bis nach Hamburg“, verrät der Chemielaborant. Auch, dass er am Willkomm Höft bereits einmal als kleiner Junge mit den Eltern war. „Die großen Schiffe und die Hymnen sind im Gedächtnis geblieben. Es ist hier noch immer genauso beeindruckend wie damals“, sagt der zweifache Vater, ehe es zum Kaffeetrinken ins Schulauer Fährhaus geht.

Unweit davor, auf der Wiese vor dem neu gestalteten Hafen, picknickt zur gleichen Zeit Familie Stier aus Ahrensburg. „Wir sind mit der S-Bahn nach Wedel gekommen und haben die Stadt dann mit dem Fahrrad abgefahren“, berichtet der 56-jährige Sozialpädagoge, während seine Kinder Marvin (14) und Marla (12) in der näheren Umgebung Pokémons fangen. Und Gattin Susanna (50) hinzufügt: „Wedel ist eine sehr schöne Stadt mit vielen kleinen Häusern. Besonders aber gefällt mir hier die Elbe, die schon einen Hauch von Nordseefeeling versprüht. Wir waren vor drei Jahren schon mal in Wedel. Und werden sicher nicht zum letzten Mal hier gewesen sein“, prophezeit die Psychotherapeutin.

Auch Siegfried (71) und Edda Zarnikow (58) aus Waren an der Müritz haben es sich in Wedel mit ihrem Wohnmobil auf dem Festplatz neben der Badebucht gemütlich eingerichtet. Beide wohnen den ganzen Sommer über zusammen in ihrem rollenden Zuhause – bereits zum dritten Mal in Folge. „Das hat berufliche Gründe. Ich bin in Hamburg in der Gastronomie beschäftigt und komme hier von Wedel immer gut in die Stadt rein. Mein Mann ist bereits Rentner und kann auf diesem Wege zumindest den Sommer über in meiner Nähe sein“, lobt Edda Zarnikow die gute Anbindung, die Wedel zu bieten hat.

„Es ist schon schick hier. Das Wasser, der Hafen, die Natur vor der Haustür. Nur hatte ich erhofft, dass die Stadt für die Erhöhung der Stellplatzgebühr auch etwas an den sanitären Anlagen unternimmt. Duschen fehlen nach wie vor, Stromanschlüsse sind zu oft defekt und die Toiletten könnten auch eine Modernisierung vertragen“, so Zarnikows Kritik. „Immerhin lassen wir und all die anderen Gäste auf dem Festplatz nicht nur einiges an Gebühren hier, sondern auch viel Geld in den Geschäften und Restaurants dieser Stadt“, sagt die Mecklenburgerin abschließend.

Während Zarnikows noch ein paar Wochen bleiben, bauen rund 20 Amateurfunker des Ortsverbands Teufelsbrück vom Deutschen Amateur-Radio-Club (DARC) am Parkplatz Grenzweg gerade ihre Zelte und überdimensionalen Funkantennen ab. „Seit 1987 kommen wir einmal jährlich nach Wedel, um unsere Kurzwellen-Notfunkübungen durchzuführen. Der Standort ist perfekt dafür. Und hübsch ist es hier auch, weshalb wir den Parkplatz früher als Balkon bezeichneten, als die Sträucher noch klein waren und den Blick auf die Elbe nicht behinderten. Wir hoffen, trotz des neuen Gewerbeparks auch in Zukunft hier ein Plätzchen zu bekommen. Bürgermeister Niels Schmidt ist unserem Verein eigentlich immer recht wohlgesonnen“, gibt sich DARC-Ortsverbands-Chef Armin Roser zuversichtlich. Dann steigt er ins Wohnmobil und ruft „Also, bis nächstes Jahr. Wir kommen wieder“. Wie viele andere Wedel-Gäste sicherlich auch.


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