zur Navigation springen

Wedel-Schulauer Tageblatt

06. Dezember 2016 | 22:51 Uhr

Einweihungsfeier in Wedel : Neue Heimat für den Diakonieverein

vom
Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

Umzug unter Mitwirkung vieler Flüchtlinge in die Gärtnerstraße abgeschlossen. Eindrucksvolle Fotoausstellung.

Wedel | Große Freude herrscht bei den Mitgliedern des Diakonievereins Migration: Die Wedeler Außenstelle, welche unter anderem Beratung für Ausländer, Flüchtlinge und Aussiedler bietet, feierte zusammen mit Mitarbeitern, Freunden und Migranten die Einweihung der neuen Räume an der Gärtnerstraße 5.

„Unser altes Domizil in der Mühlenstraße war einfach zu klein geworden. Wir mussten handeln“, erinnert sich Ludger Fischer, Leiter des Diakonieverein Migration in Pinneberg. Er machte sich deshalb auf die Suche nach geeigneten Räumen, die er schließlich in einem ehemaligen Billard-Café in der Wedeler Altstadt fand.

„Zuerst dachten wir noch, dass 240 Quadratmeter zu groß seien. Doch dann ereilte uns ein Hilferuf aus unserer Fahrradwerkstatt, welche ihre bisherige Bleibe in der Bahnhofstraße verlassen musste“, erklärt Fischer weiter. Und ist glücklich, jetzt alles beieinander zu haben. „Inklusive unserer Nähwerkstatt, die nun auch über deutlich mehr Platz verfügt und hier sowohl Nähkurse für Anfänger und Fortgeschrittene als auch fertige Produkte gegen kleine Spenden anbietet“, freut sich Manuela Treff, die zusammen mit Hüseyin Inak die hauptamtliche Flüchtlingsbetreuung in zwei ebenfalls zur Verfügung stehenden, geräumigen Büros anbietet.

„Wir möchten uns bei allen bedanken, die sich bei der Entkernung und anschließenden Renovierung der Räume eingebracht haben. Vor allem bei den vielen Flüchtlingen, die während der dreimonatigen Umbauzeit tatkräftig mitgeholfen haben“, sagte Fischer dann in seiner Begrüßungsansprache vor rund 80 Gästen, ehe ein mehrere Meter langes Kuchenbüfett eröffnet wurde.

Viele Besucher nutzten nach dem Verzehr von Sahnetorte, Reibekuchen und Keksen die Chance, das neue Zuhause des caritativen Vereins in Ruhe in Augenschein zu nehmen, um sich danach der Bilderausstellung von Fotografin Michaela Kaiser zuzuwenden. Unter dem Titel „Hallo, wir sind die Neuen! Und wir wären gern zu Hause geblieben“ zeigt die Hamburgerin anhand von abgedruckten Fotos und Kurz-Interviews Porträts von Geflüchteten, Momentaufnahmen aus Erstaufnahmelagern sowie die drei Jahre währende Flucht des Syrers Mohammed Toraani über Dubai und die Balkan-Route, welche mit vielen eigenen Aufnahmen Toraanis angereichert ist.

„Bereits vor zwei Jahren wollte ich einmal ein solches Projekt durchziehen, was jedoch auf Grund enormer bürokratischer Hürden so nicht möglich war. Jetzt hat es endlich geklappt“, stand Kaiser mit Flüchtling Toraani fortan den Besuchern für Rede und Antwort bereit. Auch die jüngsten Gäste kamen bei der Einweihungsfeier auf ihre Kosten. So konnten sie sich ihre Gesichter bemalen lassen oder bunte Papierhüte basteln. „Nach vielen Ortswechseln unserer Wedeler Beratungsstelle in kurzen Abständen sind wir froh, nun erst mal eine feste Heimat gefunden zu haben. Vertraglich gesichert für mindestens zwei Jahre“, soFischer. Er erinnerte daran, dass die Diakonie dringend auf Spenden angewiesen sei, um ihre Arbeit adäquat fortsetzen zu können.

Karte
zur Startseite

von
erstellt am 17.Okt.2016 | 13:00 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Themen zu diesem Artikel:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen