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Wedel-Schulauer Tageblatt

11. Dezember 2016 | 03:18 Uhr

Elbmarschenhaus in Haseldorf : Nach dem Einbruch nun Vandalismus

vom
Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

Die Tourismusattraktion in Haselau ist schon zum zweiten Mal das Opfer von Sachbeschädigung geworden.

Hasleau | Zum zweiten Mal innerhalb von knapp drei Monaten ist das Elbmarschenhaus von unbekannten Tätern heimgesucht worden. Nach dem Einbruch zu Pfingsten ist nun das Außengelände von Vandalismus betroffen. Sie zerstörten auf dem Außengelände eine Attraktion des Naturerlebnisraums. Besonders bitter: Der ehrenamtliche Helfer und Tüftler Ronald Buttgereit hatte das Tidenwasserstände-Modell kaum fertiggestellt, als es nach vier Tagen in der Nacht zu Montag, 25. Juli, zerstört wurde.

Elbmarschenhaus-Chefin Edelgard Heim kämpfte mit den Tränen der Enttäuschung, als sie das Werk der Vandalen präsentierte. Die vier Millimeter starken PE-Rohre für die Wasserzufuhr wurden mit brutalen Messerstichen zerstochen und zerschnitten, der drei Meter hohe Plexiglaszylinder wurde zerschmort und kann nun kein Wasser mehr halten. Weitere Teile sind betroffen. Der Schaden: Etwa 1600 Euro.

Mit Hilfe des Modells sollen insbesondere Kinder eine Vorstellung davon bekommen, wie Ebbe und Flut wirken. Das Modell gibt es schon seit Jahren, funktionstüchtig aber war es nicht. Das hatte Buttgereit mit etwa 50 Arbeitsstunden und Tüftler-Ideen geändert. Der Bullenkuhlener ist der Mann von Margret Buttgereit, die als Teilzeitkraft im Elbmarschenhaus in der Ausstellungsbetreuung tätig ist.

In den drei Meter hohen Plexiglas-Zylinder wurde ein Loch geschmort.
In den drei Meter hohen Plexiglas-Zylinder wurde ein Loch geschmort. Foto: Stange
 

Seit 2008 engagiert sich Ronald Buttgereit ehrenamtlich für das Elbmarschenhaus. So stammt beispielsweise auch das neue Willkommensschild von ihm, das auf das Außengelände hinweist. „Er macht hier so viele tolle Sachen, ich kann gar nicht genug Danke sagen“, schwärmt Heim. Selbst wenn die Geschirrspülmaschine mal defekt ist, weiß der treue Helfer Rat.

Entmutigen lassen will sich Ronald Buttgereit nicht. Wenn er das Okay bekomme, werde er den Schaden beheben, verspricht er. „Es ist dumm, sich an toten Gegenständen zu vergreifen“, findet der Bullenkuhlener.

Die robusten PE-Rohre für die Wasserzufuhr wurden mit einem Messer zerstört.
Die robusten PE-Rohre für die Wasserzufuhr wurden mit einem Messer zerstört. Foto: Stange
 

Heim hat bei der Polizei Anzeige erstattet. Der zu Pfingsten gestohlene Tresor ist übrigens wieder aufgetaucht – allerdings leer. Die Täter hatten ihn ins Grün Ecke Hauptstraße/Schlossallee geschmissen. Beim Einbruch entstand ein Schaden in Höhe von 5000 Euro.

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erstellt am 02.Aug.2016 | 12:30 Uhr

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