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Wedel-Schulauer Tageblatt

11. Dezember 2016 | 05:20 Uhr

Musil gibt DRK-Vorsitz an Rauser ab

vom
Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

Hauptversammlung Geplanter Stabwechsel

Der Abschluss seines Projekts Mehrgenerationenhaus-Bau markiert auch das Ende der Ära Josef Musil beim DRK. Zwei Amtszeiten als Vorsitzender, die den Stempel des Bankers tragen. Das war nicht immer bequem, so der Tenor in Abschiedsreden der Vorstandskollegen. Aber es war wichtig. Musil habe den Ortsverein auf eine wirtschaftlich zukunftsfähige Basis gestellt, so Horst Rauser, der bei der Hauptversammlung zum Nachfolger gewählt wurde.

Ein geplanter Stabwechsel. Musil, noch Vorstandsmitglied der Stadtsparkasse, hatte frühzeitig intern angekündigt, seinen 2017 beginnenden Ruhestand in der ersten Phase unabhängig und vollumfänglich genießen zu wollen. Und Rauser war ebenso bereit wie qualifiziert. Viele Jahre hatte er den Vorstand beraten. Der verstorbene Vorsitzende Peter Meier hatte ihn einst seinen „Geschäftsführer“ genannt, ohne freilich ein solches Amt zu etablieren. Rauser hatte unter anderem maßgeblich den Bau der Kita Spatzennest koordiniert.

„Das DRK Wedel ist wirtschaftlich gesund“, konnte ganz im Sinne der Abschiedsreden Schatzmeister Rene Penz verkünden. Tragende Säule: die Sozialstation mit ihren 34 Mitarbeiterinnen und 130 bis 160 Kunden.


Angebot soll erhalten bleiben


Bei einem Gesamthaushaltsvolumen des Vereins von 1,49 Millionen Euro stand ein Gewinn von 1222 Euro unterm Strich. Rücklagen waren nicht möglich und sind auch im laufenden Jahr mit rund 1,567 Millionen Euro geplanten Einnahmen und Ausgaben nicht kalkuliert. Sprich: Sensibel Haushalten ist weiter die Devise. „Wir sind auf Kurs“, konnte Penz indes als Zwischenbilanz rausgeben – schließlich sei das halbe Haushaltsjahr schon rum. Bei allem Streben nach Unabhängigkeit – 80  000 Euro von der Stadt für den Tagesstättenbetrieb sind der einzige Zuschuss, so Musil – sei man dennoch bestrebt, das bestehende Angebot aufrecht zu erhalten, so Penz. Er nannte etwa den Katastrophenschutz und Sanitätsdienst, der als Kostenfaktor „kaum zu wuppen ist“, so Musil. Mit 4800 Ehrenamtsstunden ist er indes auch ein Motor, der wahrgenommen wird. Ebenso die Begegnungsstätte mit ihren 24 Angeboten für jedermann. 17  000 Besucher zählte das DRK in 2015.

Ausgeweitet wurde das Angebot der Kleiderkammer vor dem Hintergrund der Hilfe für Flüchtlinge, von denen selbst welche in der Einrichtung aktiv sind. Positiv entwickelte sich die Zahl der Erstspender beim Blutspenden. 13 Prozent seinen deutlich mehr als im Vorjahr, so Musil. Negativ dagegen schlägt der Mitgliederrückgang auf aktuell 700 zu Buche. Größter Faktor dabei waren Todesfälle.

Bei den Wahlen wurden weiter Volker Blöß als Zweiter Vorsitzender und Ingeborg Dehn als Beisitzerin bestätigt. Als Schriftführerin folgt Anna Niehaus der zurückgetretenen Jutta Kross. Neue Beisitzer im Vorstand sind Jutta Kapesser und Björn Westphal. Bestätigt wurden Annegret Behrmann als Leiterin Gemeinschaft 1, Stephan Isachsen als Leiter Gemeinschaft 2 und Henrike Wagler als Jugendrotkreuz-Leiterin. Kassenprüfer bleiben Rosemarie Schatz und Jürgen Wittekind.

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erstellt am 15.Jul.2016 | 16:00 Uhr

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