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Barlach GoYoung in Wedel : Museumsbotschafter geben Schülern eine Einführung das Werke Jorge Randos

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Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

Die Jugendlichen nehmen an dem Projekt „Barlach GoYoung“ teil und haben sich intensiv auf diese Tätigkeit vorbereitet.

Wedel | Kunstunterricht mal anders: Im Ernst Barlach Museum Wedel haben am vergangenen Mittwoch Jugendliche ihren Altersgenossen aus der Grund- und Gemeinschaftsschule Pinneberg (GuGs) Kunst erklärt. Allerdings nicht via Referat oder Führung, wie sonst üblich, sondern im Rahmen einer Performance. Spielerisch bezogen sie die Bilder der aktuellen Ausstellung „Jorge Rando – Passion“ in selbst geschriebene Szenen ein. Das Projekt lief interaktiv ab, die 25 Pinneberger Schüler wurden aktiv eingebunden.

Wer auch Museumsbotschafter sein möchte, kann sich unter 04103-918291 informieren oder eine Mail schreiben: goyoung@ernst-barlach.de. Barlach GoYoung ist ein Ausbildungsprogramm  für Jugendliche im Alter zwischen 14 und 18 Jahren im Kreis Pinneberg. Die Teilnahme kostet nichts. Gefördert werden die Museumsbotschafter vom Bundesministerium für Bildung und Forschung.

Die Wedeler Jugendlichen sind sogenannte Museumsbotschafter. Sie nehmen an dem Projekt „Barlach GoYoung“ teil und haben sich intensiv auf diese Tätigkeit vorbereitet. Gemeinsam mit Theaterpädagogin Gesa Boysen, Projektleiterin Heike Stockhaus und Museumspädagogin Ilka Gohla wurden sie kreativ, entwickelten die Performance und machten stumme Bilder lebendig. Randos Landschaftsdarstellungen beispielsweise wurden zur Kulisse für eine Picknickszene. Und seine Passionsbilder gaben den Rahmen für einen aktuellen Jesusbezug – die Museumsbotschafter Karolina (16), Joschka (13), Erduan (15), Jaqueline (16) und Robin (16) stellten die Frage: „Was würde Jesus heute machen?“ Die Antwort: Protestieren natürlich.

Für Arme und Unterdrückte kämpfen. Die Museumsbotschafter und Moderatorin Stockhaus sind auf die Mitarbeit der zuschauenden Schüler angewiesen. Joschka: „Manchmal sind sie ganz lebendig und manchmal eher lahm. Man weiß es nie.“ Und Karolina sagt: „Wenn’s losgeht, ist die Aufregung bei uns schon groß“.

Mehr als nur eine Statistenrolle

Die Szenen sind wie kleine Theaterstücke arrangiert. Nur, dass sich die Zuschauer nicht zurücklehnen können, sondern Sektgläser in die Hand gedrückt bekommen und auf einem G-8-Gipfel Statistenrollen übernehmen müssen. Die Pinneberger Schüler waren verdutzt, machten aber mit. Bei der klaren Ansage von Stockhaus blieb ihnen auch nichts übrig. Auch diesmal hat die Projektleiterin aus den Pinneberger Schülern die Quintessenz des Stückes herauslocken können: „Man kann Einfluss nehmen. Auch wenn man kein Politiker ist oder reich.“ Insgesamt machen momentan zehn Museumsbotschafter mit. „Wir brauchen ja auch Zweitbesetzungen, wenn jemand mal nicht kann“, so Karolina, die hier schon einmal übt. Sie will Schauspielerin werden.

Rando ist für seine farbintensiven und ausdrucksstarken Bilder bekannt. Der spanische Künstler ist ein führender Neoexpressionist und hat einen großen Bezug zu Deutschland. Er kam mit Anfang 20 nach Köln und blieb dort zwei Jahrzehnte. Seine Bilder sind nur noch bis zum 19. Juni im Barlach Museum an der Mühlenstraße 1 zu sehen. Wer gern einmal von den Museumsbotschaftern ins Bild gesetzt werden möchte, kann sich unter der obigen Telefonnummer oder auf der Website des Museums informieren.

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erstellt am 17.Jun.2016 | 12:30 Uhr

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