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Wedel-Schulauer Tageblatt

05. Dezember 2016 | 11:39 Uhr

„Mr. 120 Prozent“ sucht Mitspieler

vom
Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

Baseball Bei den Westend 69’ers wird auch während der Sommerzeit trainiert

Er trägt die Nummer 17 und ist „Mr. 120 Prozent“: Maximilian „Max“ Müller ist mit Herz und Seele ein Westend 69’er. Baseball ist für den 22 Jahre alten Studenten aus Holm die faszinierendste Sportart überhaupt. „Baseball ist auch in Deutschland stark im Kommen“, weiß der Leistungsträger. In dem Geestdorf wird seit einem Vierteljahrhundert dem Schlagballspiel nachgegangen, das in den USA und Japan ein Millionenpublikum fasziniert.

Max hat eine typische 69’ers-Karriere hinter sich. „Ein Grundschulfreund hat mich mit zum Training genommen“, berichtet er. Das war 2001. Seitdem hat er in allen Altersklassen mitgespielt. Dabei standen die Sterne anfangs nicht so günstig. „Meine Eltern hatten sich gerade getrennt, es war eine schwierige Zeit“, sagt er leise. Aber die familiäre Struktur der 69’ers fing ihn auf. „Baseball hat mir Halt gegeben“, schildert er.

Etwa 100 Mitglieder – davon zirka 25 Mädchen und Frauen – zählt laut Abteilungsleiter André Schriever die Sparte. „Das ist meine zweite Family“, sagt Max. Sein Vater Thorsten ist mit 53 Jahren der Älteste im Team. Er wurde durch die Spielfreude seines Jungen angesteckt. Erst machte er bei den Fun-Spielen der Elterngruppe mit. „Aber dann wurden die Frauen eine nach der anderen schwanger“, erzählt Thorsten Müller. So startet er eine Karriere bei den Herren. „Es ist toll, mit meinem Vater die Leidenschaft zu teilen“, schwärmt Max, der als 14-Jähriger erstmals mit ihm offiziell in einem Team spielen durfte. Heute ist der Senior in der zweiten Herren (H  2) aktiv und coacht sie auch.

Für Christian Opitz (Foto), Coach der ersten Herren ( H  1), ist Max ein Ausnahmesportler. „Er spielt immer 120 Prozent“, sagt Opitz. Max habe nie Starallüren gehabt. Sogar der Club Hamburg Stealers hatte bei Max für die Bundesliga angeklopft. Aber der Holmer sei geblieben – was auch besser für seine Entwicklung gewesen sei. Während der Spiele in der Regionalliga verständigen sich Coach und Max wortlos. „Ich brauch ihn nur anzugucken, er weiß, was ich meine“, sagt der Rissener, der früher bei den Victoria Oysters spielte.

Was schätzt Opitz, von Beruf Existenzgründungsberater, an seiner Sportart am meisten? „Es kommt auf jeden einzelnen an. Man kann die Fehler des anderen nicht überspielen. Jeder muss in seiner Aufgabe alles für das Team tun.“

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