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Wedel-Schulauer Tageblatt

23. März 2017 | 21:17 Uhr

Mozarts Seelenmesse in St. Marien

vom
Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

Requiem Kammerchor und Kammerorchester führen Sonntag das letzte Werk des Komponisten auf / Hochkarätige Solisten

Das Requiem ist Mozarts letzte Arbeit, der Komponist schaffte es nicht mehr, das Werk zu vollenden. Als er 1791 starb, hinterließ er eine zu etwa zwei Dritteln fertiggestellte Seelenmesse, um die sich seither wegen ungewöhnlicher Umstände um deren Auftraggeber sowie den zeitlichen Zusammenhang mit dem frühem Tod des Komponisten eine üppige Mythenbildung rankt. Bereits vor fünf Jahren nahmen sich der Wedeler Kammerchor und das Kammerorchester der bewegenden Totenmesse an. Jetzt führen sie das besondere Abschlusswerk ein zweites Mal auf. Am Sonntag, 6. November spielen beide Ensemble Mozarts Requiem in der St.-Marien-Kirche, Mühlenweg 41. Beginn ist um 19 Uhr.

Der Anlass sei ein ganz besonderer, erklärt Gaby Nowak, Vorsitzende des Förderverein. Denn in diesem Jahr begeht die Musikwelt den 250. Geburtstag von Franz Xaver Süßmayr. „Sein Name wäre vermutlich in Vergessenheit geraten, wenn er nicht als Schüler Mozarts die Gelegenheit erhalten hätte, sich ins Buch der Musikgeschichte einzutragen“, erklärt die Förderin. Da das Requiem ein Auftragswerk war, verpflichtete Mozarts Witwe Constanze zwei Schüler ihres Mannes, das Werk aufführungsreif zu vollenden. Süßmayr war einer der beiden, die ihre Aufgabe kongenial bewältigten, wie Nowak urteilt.

Um ein vollständigeres Bild des Komponisten Süßmayr zu geben, haben die beiden Ensembles zusätzlich dessen „Ave verum corpus“ ins Programm am Sonntag mitaufgenommen. Zudem soll Mozarts musikalische Fassung des Reimgebets ertönen.


Partien an der Hamburger Staatsoper


Unterstützt werden Kammerchor und -orchester durch Sänger von internationalem Rang. Dem Förderverein sei es gelungen, Solisten der Hamburger Staatsoper für das Gastspiel in Wedel zu gewinnen, freut sich die Vorsitzende. Dorottya Láng (Foto rechts), ungarische Mezzosopranistin, singt in Hamburg unter anderem die Titelrolle in Rossinis „La Cenerentola“. Außerdem verpflichtete Kent Nagano sie für die Altpartie in der Aufsehen erregenden Inszenierung „La Passione“ (Matthäuspassion) in den Deichtorhallen. Der turkmenische Tenor Dovlet Nurgeldiyev (Foto oben) wurde für seinen Tamino in der Hamburger Neuproduktion der „Zauberflöte“ begeistert gefeiert.

Der bulgarische Bass Alin Anca (Foto Mitte) ist an dem Haus in der „Zauberflöte“, „Figaros Hochzeit“ und „La Bohème“ eingesetzt. Und auch Sopranistin Anna Petrova (Foto unten), Stipendiatin der Yehudi-Menuhin-Stiftung, sang bereits viele Mozart-Partien. Die musikalische Leitung der Aufführung hat wie immer Valeri Krivoborodov inne, für die Orchestereinstudierung sorgt einmal mehr Stefan Czermak.

 

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