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Wedel-Schulauer Tageblatt

30. September 2016 | 22:18 Uhr

Nach Waldbrandalarm in Wedel : Mit Video: Jetzt ermittelt die Polizei gegen die Verantwortlichen

vom
Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

Eine Baumschule verbrennt Grünabfall direkt am Forst und sorgt damit für einen Großeinsatz der Feuerwehr. Es gab auch Glutnester im Unterholz.

Wedel | Rauch und Brandgeruch gestern gegen 11.45 Uhr östlich der B431 in Höhe der Krankenhauszufahrt: Passanten wählten die 112, meldeten einen Waldbrand. Das war es nicht – aber ganz knapp davor. Die Feuerwehr Wedel fand die Ursache nahe dem Ihlenseekampsweg auf einem Baumschulgelände. In einem rund acht mal 80 Meter großen Grünabfall-Haufen loderten Flammen. An mehreren Stellen quoll dichter Qualm aus der Miete.

Es war ein geplantes Abbrennen – dennoch gab’s keinen Anlass zur Entwarnung. Nur wenige Meter neben dem Haufen beginnt der Wald – trockenes Holz nach den Hitzetagen. Laut stellvertretendem Wehrführer Uwe Brandt hatten sich bereits erste Glutnester im Unterholz gebildet. „Die Gefahr eines Übergreifens war immens, weil wir eine große Hitzeentwicklung hatten. Es hätte durchaus zu einem kapitalen Waldbrand kommen können“, so Brandt. Die Einsatzkräfte erstickten daher nicht nur die Glutnester, sondern starteten auch einen Löschangriff auf das Feuer in der Miete.

Ein Einsatz unter erschwerten Bedingungen, da zunächst Wasser fehlte. Die 4000 Liter an Bord der Löschfahrzeuge vor Ort waren schnell verbraucht. Neues Wasser wurde daher im Pendelverkehr an die Einsatzstelle zwischen Holmer und Pinneberger Straße gebracht. Teilweise konnte zudem eine Versorgung aus einem privaten Brunnen auf dem Baumschulgelände gewährleistet werden. Laut Brandt war dies jedoch nur bedingt möglich.

Nach gut einer Stunde konnten die ersten der rund 40 Einsatzkräfte abrücken. Um weitere Qualmbildung zu verhindern und letzte Glutnester zu löschen wurde ein Radlader aufs Gelände beordert, der den Haufen auseinanderziehen sollte.

Für die Verantwortlichen wird der Brand ein Nachspiel haben: Wie die Polizei gestern mitteilte, müssen sich die Verursacher wegen des Verdachts der Herbeiführung einer Brandgefahr verantworten. Zwar ist laut Auskunft des städtischen Ordnungsamts das Abbrennen von Garten- und Baumschulabfällen auf dem eigenen Grundstück erlaubt, auch ohne eine gesonderte Genehmigung einzuholen. Die Kontrolle liege jedoch in der Verantwortung desjenigen, der das Verbrennen vornimmt. Laut Einsatzleiter Brandt darf von einem solchen Feuer keine Belästigung und keine Gefahr ausgehen. Beides sei jedoch eingetreten.

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erstellt am 15.Sep.2016 | 12:15 Uhr

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