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Wedel-Schulauer Tageblatt

08. Dezember 2016 | 10:54 Uhr

Wedel : Mehr Züge in Richtung Hamburg

vom
Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

Ab 11. Dezember sollen zusätzliche Bahnen zur Rush-Hour fahren, der Verkehrsminister möchte den Takt weiter verbessern.

Wer mit letzter Kraft  auf den Bahnsteig spurtet und die S-Bahn gerade Richtung Hamburg verschwinden sieht, ärgert sich in Wedel besonders. Außerhalb der Stoßzeiten  fährt die Linie S1 nur alle 20 Minuten in die Hansestadt. Zwischen 5.43 und 8.43 sowie zwischen 15.43 und 19.03 Uhr  ist auch zwischen Wedel und Blankenese eine zehnminütige Taktung eingerichtet.  Ein Umstand, den Wedels Politik und Verwaltung, aber auch die Kollegen in Altona, schon lange ändern wollen.

Zumindest eine erste Verbesserung wird mit der nächsten Fahrplanänderung eintreten. Ab 11. Dezember werden insgesamt acht zusätzliche Zugverbindungen zwischen Wedel und Blankenese eingerichtet – in den Morgen- und Abendstunden von Montag bis Freitag.

Möglich gemacht hat dieser Ausbau eine kräftige Finanzspritze für Schleswig-Holstein aus Berlin. Bis zum Jahr 2031 überweist der Bund in Raten mehr als 500 Millionen Euro nach Kiel –  Geld aus einem 8,2 Milliarden-Euro großen Topf sogenannter Regionalisierungsmittel (diese Zeitung berichte).  Die Taktverdichtung kostet 155000 Euro – Schleswig-Holstein und Hamburg teilen sich die Ausgaben für die Maßnahme.

Wedels Bürgermeister Niels Schmidt (parteilos) kommentiert die Entwicklung: „Es ist erfreulich, dass Bewegung in die Angelegenheit gekommen ist. Bessere Bahnverbindungen erhöhen die Attraktivität des Standort Wedel – sowohl als Wohnort als auch als Arbeitsstandort.“ Er  sei von Verkehrsminister Reinhard Meyer (SPD) bereits im Vorfeld informiert worden. Für den Rathauschef ist Meyers Vorstoß auch eine Reaktion auf ein  Schreiben, dass  er im Dezember nach Gesprächen mit Altona nach Kiel geschickt hatte. „Wir haben damals vor allem den Wunsch geäußert,  eine durchgehende Zehn-Minuten-Taktung am Wochenende zu erreichen.“ Dieses Ansinnen war bislang nicht erfolgreich. Allerdings: Verkehrsminister Meyer betonte Schmidt gegenüber, dass  eine S-Bahn alle zehn Minuten unter der Woche sein nächstes Ziel für die Rolandstadt sei.  Schmidt: „Dafür bräuchte man aber neue Züge und vor allem mehr Personal, das wird teuer.“ Die Bahn sprach in der Vergangenheit von  zehn Millionen Euro allein für die neuen Fahrzeuge. Dennoch halte man am gemeinsamen Ziel fest, auch für das Wochenende mehr Züge auf die Schienen Richtung Osten zu bringen, so Schmidt. Altona und Wedel erhoffen sich von einem engeren  S-Bahn-Takt auch eine Entlastung des Straßenverkehrs. Würden die Bahnen häufiger fahren, wäre der ÖPNV für Pendler attraktiver.

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erstellt am 19.Jul.2016 | 14:00 Uhr

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