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Wedel-Schulauer Tageblatt

04. Dezember 2016 | 23:22 Uhr

Johann-Rist-Gymnasium : Magischer Abend in der Schul-Aula

vom
Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

Mittelstufen-Theater-AG begeistert Zuschauer. Shakespeare-Klassiker auf die Bühne gebracht.

Wedel | Es ist Theater vom Feinsten, das die Mittelstufen-Mimen des Johann Rist Gymnasium (JRG) heute um 20 Uhr noch einmal Am Redder 8 auf die Bühne der Aula bringen. Shakespeares „Sommernachtstraum“, letzte von drei Aufführungen. Sechs Stücke standen im Herbst zur Auswahl. Das Herausforderndste davon packten sie an, probten jeden Dienstag zwei Stunden lang, an einigen Wochenenden auch schon mal von morgens bis abends und wurden dafür am Premierenabend verdient mit johlendem Applaus belohnt. Auch zur Freude der Regisseure Stephan Kleiber und Melanie Heimann.

Schulleiter Bertram Rohde und seine Stellvertreterin Britt Bollinger klatschten begeistert mit. Neben ihnen füllten Mädchen und Jungen der Unterstufen-Theater-AG die erste Zuschauerreihe und ließen sich kein Wort und keine Bewegung entgehen. Auch Vico schaute gebannt auf die Bühne. Der Grundschüler und seine Schwester Nele, die schon ins Gymnasium geht, fanden vor allem die Elfenkönigin großartig. Kein Wunder, sie wurde von ihrer großen Schwester dargestellt.

Der größte Jubel brach los, als sich die „Rüpel“ zum Schlussapplaus verbeugten, tölpelhafte Athener Handwerksleute, die sich bei der Hochzeit ihres Herzogs mit einem Theaterstück bei der Obrigkeit einschmeicheln wollen, zugleich aber Angst haben, es werde ihnen an den Kragen gehen, sollte ihr Stück Missfallen erregen. Vor allem Zettel, der Weber (Tjalf Eydeler), mal als Liebhaber Pyramus und mal als geliebter Esel der Elfenkönigin eindeutig der Tausendsassa der Truppe, musste sich wieder und wieder verbeugen.

Leon Wunderlich als Thisbe (v. l.), Tjalf Eydeler als Pyramus und Rieke Timmermann als trennende Wand. Das Rüpelspiel war ein Juwel im „Sommernachtstraum“.
Leon Wunderlich als Thisbe (v. l.), Tjalf Eydeler als Pyramus und Rieke Timmermann als trennende Wand. Das Rüpelspiel war ein Juwel im „Sommernachtstraum“. Foto: Stolzenberg

Die anderen standen ihm wenig nach, Leon Wunderlich etwa, der als Bälgenflicker Flaut die liebliche Thisbe spielen muss, mit umwerfend komischer Fistelstimme. Johanna Blatt schlüpfte als Schreiner Schnock in das Kostüm des Löwen, voller Sorge, ihr Gebrüll möge die Hochzeitsgesellschaft des Herzogs zu Tode erschrecken. Rieke Timmermann war auserkoren, eine Wand zu spielen, welche die Liebenden trennt. In Wirklichkeit sei sie der harmlose Kesselflicker Schnauz, besänftigte sie das fürstliche Gefolge.

Dieses typische Shakespeare-Theater im Theater war der Höhepunkt der Inszenierung. Doch auch die Beziehungsprobleme des eifersüchtigen Elfenkönigs Oberon (David Frankenfeld) und seiner kapriziösen Königin Titania (Lina Skubella) inmitten ihres leichtfüßigen Elfenhofstaats (Johanna Blatt, Marie Freudenreich, Lena Haesloop und Leona Murray) und des Kobolds Puck (Elena Makrellis oder Delia Ostertun) waren brillante Unterhaltung.

Und erstmal die unglücklichen Liebespaare Hermia (Emily Buhlmann oder Sara Zucht) und Lysander (Jan Wollseifen) sowie Helena (Lea Hausmann oder Josefin Pröhl) und Demetrius (Levi Schafhauser), denen die eigensinnigen Höflinge Egeus (Lucas Harder) und Philostratus (Julie Elsen oder Rieke Timmermann oder Klara Prill) einen Strich durch die Heiratspläne machen wollen. Zum Happy End kriegen sie sich und dürfen hinter Herzog Theseus (Ali Abboud) und seiner Amazonenkönigin Hippolyta (Emily Dugaro oder Lena Haesloop) vor den Traualtar treten.

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erstellt am 15.Jun.2016 | 16:00 Uhr

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