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Wedel-Schulauer Tageblatt

09. Dezember 2016 | 20:21 Uhr

Klares Nein zur Leuchtfeuer-Idee

vom
Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

Juelssand Hetlingens Rat watscht Bürgermeisterin Monika Riekhof (CDU) ab

Eine Hochzeit romantisch im Leuchtturm feiern – manches Paar träumt davon. Um das Leuchtfeuer Juelssand zu erhalten, wollte Hetlingens Bürgermeisterin Monika Riekhof (Foto, CDU) in dem 1896 erbauten Wahrzeichen ein Trauzimmer einrichten. Doch der Traum ist wie eine Seifenblase geplatzt. Während der Gemeinderatssitzung am Donnerstagabend in der Gaststätte Op de Deel wurde die Idee erster Klasse bei nur zwei Ja-Stimmen beerdigt.

Das Wasser- und Schifffahrtsamt will das vor Jahren außer Betrieb genommene Leuchtfeuer versteigern (unsere Zeitung berichtete). Einzige Möglichkeit, das zu verhindern, ist eine Nutzung für einen öffentlichen Zweck. So kamen Riekhof und Edelgard Heim, Chefin des Haseldorfer Elbmarschenhauses, auf die Idee, in dem Gebäude ein Trauzimmer einzurichten. Die standesamtlichen Hochzeiten würden nicht durch die Gemeinde, sondern durch ein externes Unternehmen, ein Eventmanagement, organisiert werden. Um das Projekt für das ohnehin verschuldete Hetlingen kostenneutral zu halten, sollte ein Förderverein gegründet werden.

Einzig Riekhofs Fraktionskollege Oliver Schönfeldt machte sich für die Grundsatzentscheidung pro Trauzimmer mit vorheriger Vereinsgründung stark. „Es kostet uns noch kein Geld, wenn wir es gleich ablehnen, haben wir die Chance vertan, das Kleinod zu behalten.“

Laut Riekhof seien viele Anfragen eingegangen, viele Personen wollten sich einbringen. Der Haken an dem Leuchtfeuer ist, dass es im Naturschutzgebiet liegt und ausschließlich über die Elbe zu erreichen ist. „Darf man da eigentlich anlanden?“, wollte Renate Springer-König von der Freien Wahlgemeinschaft (FW) wissen. Und sie stellte fest: „Wir haben noch genug andere Baustellen im Dorf.“

Diese Aussage löste bei Matthias Strauch (CDU) eine spontane Reaktion aus: „Renate, ich bin begeistert von Deinen Worten!“ Er kenne das Gebäude. „Das ist heute schon Schrott“, sagte der Diplomingenieur. „Es sind solche Hirngespinste, ich kann mich nicht vor den Bürger hinstellen und mich mit solcher Scheiße beschäftigen.“ FW-Fraktionschef Michael Rahn schloss sich an: „Das kostet uns viel zu viel Zeit.“ Rahn schlug vor, dort eine Vogelstation einzurichten.

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