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Wedel-Schulauer Tageblatt

25. April 2017 | 01:05 Uhr

Kinder sollen nicht frieren

vom
Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

SPD-Vorstoß Die Heizungsanlage für Grundschule, Kita und Turnhalle ist veraltet / Nun droht Stilllegung

Die Heizung wird abgedreht, die Jungen und Mädchen der Grundschule Moorrege und der DRK-Kita müssen frieren, den Sportlern geht es nicht anders: Dieses Szenario beschäftigt derzeit die Moorreger SPD-Fraktion. Hintergrund: Die mehr als 30 Jahre alte Heizungsanlage der Grundschule, die auch Kita und Turnhalle mit Wärme versorgt, muss dringend erneuert werden. „Es sieht so aus, als ob sie stillgelegt wird“, sorgt sich Dirk Behnisch, Chef der SPD-Fraktion.

Die Sozialdemokraten hatten den Haushalt 2017 unter anderem auch deshalb abgelehnt, weil die Sanierung der Heizungsanlage – Schätzungsweise 180  000 Euro – darin nicht enthalten war. Nun wollen die SPDler nachlegen und haben zur Gemeinderatssitzung am Dienstag, 14. März, einen Sanierungs-Antrag gestellt.

Gemäß der Energieeinsparverordnung (Enev) vom 1. Mai 2014 dürfen Heizkessel, die mit flüssigen oder gasförmigen Brennstoffen beschickt werden und vor dem 1. Januar 1985 eingebaut oder aufgestellt worden sind, ab 2015 nicht mehr betrieben werden. Im April 2016 sei ein Schreiben vom Kreis Pinneberg mit dem Hinweis gekommen, dass die Anlage erneuert werden müsse, so Vize-Fraktionschef Thomas Kasimir. Es folgte eine Fristverlängerung bis Mai 2017. „Diese Frist werden wir nicht mehr einhalten können“, beklagen die Sozialdemokraten. „Ich verstehe die Verzögerung nicht, die Kinder können doch nicht im Kalten sitzen“, betont Behnisch.

Kritik an Bürgermeister Karl-Heinz Weinberg (CDU) üben Behnisch und Kasimir auch in einer weiteren Angelegenheit. In allen dem Amt Geest und Marsch Südholstein (Gums) angehörigen Gemeinden wurden energetische Betrachtungen der öffentlichen Gebäude durchgeführt. „Nur bei uns nicht“, beklagt Behnisch. Die Ablehnung sei mit von der Gemeinde zu tragenden Kosten begründet worden. Eine Nachfrage bei Amtsdirektor Rainer Jürgensen habe hingegen ergeben, dass Moorrege nichts hätte bezahlen müssen, sagte Behnisch.

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