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Wedel-Schulauer Tageblatt

04. Dezember 2016 | 13:16 Uhr

Kinder lernen Luther kennen

vom
Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

Geschichtsunterricht Schüler der Grundschule Moorrege informieren sich über das Leben des Reformators

Wie waren die Menschen zu Martin Luthers Zeiten gekleidet, was haben sie gegessen, wie haben sie geschrieben oder wie sah ihr soziales Umfeld aus? Viele spannende Fragen, die nicht einfach für Kinder des 21. Jahrhunderts zu beantworten sind, ebenso wenig wie die Bedeutung der Reformation der katholischen Kirche am 31. Oktober 1517 durch Luther. Aus diesem Anlass veranstaltet die Moorreger Grundschule alle zwei Jahre für die Kinder der dritten und vierten Klassen in Zusammenarbeit mit der Kirchengemeinde Moorrege-Heist lebendigen Anschauungsunterricht zum Thema Reformation, so auch am vergangenen Dienstag.

Der historische Unterricht begann für die Schüler um neun Uhr in der Turnhalle mit den Lehrern, Pastorin Vivian Reimann-Clausen und der Diakonin Carmen Baldzun. Sie fragte nach dem Ursprung des Reformationstags und ob Halloween vielleicht der Anlass sei. Die Pastorin erklärte dann aber die wahre Bedeutung und zeigte anhand eines Zollstocks, dass vieles messbar sei, aber nicht Gottes Liebe. Und Baldzun las aus einem kleinen Büchlein die Geschichte Luthers vor, der sein Jurastudium abbrach und ins Kloster ging, weil er früh erkannte, dass Angst keinen Platz im Glauben haben darf.

Die katholische Kirche nutzte damals die Furcht der Menschen vor Gott aus und verkaufte Ablassbriefe. Luther verfasste daraufhin die 95 Thesen, welche die Kirche reformierten. Mit diesen Informationen fiel es den 95 Jungen und Mädchen nicht schwer, sich auf spielerische Art mit der Lutherzeit zu identifizieren und sie beteiligten sich sehr engagiert in sechs Gruppen in sechs Anlaufstationen.

Aus alten Tischdecken und Bettlaken kreierten die Schüler Gewänder, bemalten sie mit christlichen Symbolen und drehten Kordeln. So gekleidet fiel auch der mittelalterliche Schritttanz nicht schwer. Zur Stärkung gab es von den Eltern gebackenes Brot mit Honig. Kreativ ging es zu beim Bemalen einer Lutherrose, beim Schreiben mit einer Feder und Tinte in mittelalterlicher Schrift auf Pergamentpapier, dem Leimen von kleinen Holzkreuzen und Bekleben mit bunten Perlen. Lehrer und Freiwillige halfen ihnen und schufen so gemeinsam einen unvergesslichen Tag.



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