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Wedel-Schulauer Tageblatt

10. Dezember 2016 | 17:35 Uhr

Konzert : Kerzen, Kitsch und Cats - Angelika Milster in Wedel

vom
Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

Musical-Star Angelika Milster läutet den Advent in Wedel ein. NDR-Urgestein Carlo von Tiedemann moderiert.

Wedel | Das riesige silberne Kreuz der Christuskirche Schulau erstrahlte in warm-rotem Licht über dem schlichten Altar mit den flackernden Kerzen und einem Spotlight auf die Grand Dame des Musicals. Für Angelika Milster hätte es am Mittwochabend keinen schöneren Rahmen für ihr Weihnachtskonzert „Von ganzem Herzen“ geben können.

Unter dem Willkommensbeifall von fast 400 Fans schritt Milster am Arm von NDR-Urgestein und Moderator des Abends Carlo von Tiedemann durch den Mittelgang der Kirche. In einen langen schwarzen Mantel gehüllt bestieg sie die Stufen zum erhöhten Podest und zeigte absolute Bühnenpräsenz von Beginn des berührenden Konzerts an.

Milsters Botschaft war, passend zur Adventszeit und dem kirchlichen Rahmen, die Hoffnung auf Liebe und Frieden in dieser Welt, die sie in geistlichen Liedern, Musical- Highlights und Weihnachtsklassikern aus tiefster Überzeugung mit stimmgewaltigen Tönen den andächtig lauschenden Zuhörern vermittelte.

Begleitet wurde sie dabei an der Orgel wie seit 15 Jahren vom musikalischen Leiter und Pianisten Jürgen Grimm. Sehr einfühlsam setzte er mit eigenen Sätzen den Werken funkelnde Lichter auf. Sein sanft ausgeleuchteter Platz an der großen Orgel und von Tiedemann, sitzend vor dem Altar unter dem leuchtenden Adventskranz, unterstrichen die Romantik des Abends. Die Künstlerin schwärmte von ihrer Liebe zu Weihnachten und bekannte sich offen zum Kitsch. Milster, die durch ihren Auftritt in der deutschen Erstaufführung des Musical-Welterfolgs „Cats“ und dem bekannten Erfolgslied „Memories“ berühmt wurde, hatte aber auch gemeinsam mit von Tiedemann eine ernste Bitte an alle Politiker. Bewegend formulierten sie ihren Wunsch nach einer friedvollen Welt ohne Krieg und Völkermord, nach einer Welt für alle Menschen.

Jazz und Sakralmusik

Musikalisch brillierte die sympathische Sängerin, die 1951 in Neustrelitz geboren wurde und in Hamburg aufwuchs, mit Liedern wie „Ich hab geträumt von einer besseren Welt“, „Guten Abend, gut’ Nacht“, vertont von Johannes Brahms, „Freuet euch all, der Herr ist da“ (Joy To The World“), dem Klassiker „Ein schöner Tag“ (Amazing Grace) oder „Kannst Du noch glauben an dieses Wunder“ mit der Melodie von „Morning Has Broken“, das sie mit einem geschmetterten „Halleluja“ am Ende krönte. Aber auch jazzige Töne wie bei „Ein schöner Tag“ begeisterten ebenso wie ein “Kyrie“ und ein „Agnus Dei“, die als sakrale Musik fast zu dramatisch interpretiert wurden, aber beeindruckten.

Nach gemeinsamen Weihnachtsliedern mit dem Publikum endete der bewegende Abend mit rauschendem Beifall und dem Song „Erinnerung“ aus dem Musical „Cats“.

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erstellt am 02.Dez.2016 | 12:30 Uhr

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