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Wedel-Schulauer Tageblatt

11. Dezember 2016 | 03:18 Uhr

Grüner Damm in Haseldorf : Keine Lösung für Sanierung: Das Ringen um die Brücke geht weiter

vom
Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

Die Sperrung am grünen Damm behindert Landwirte. Nachdem sich ein Bürger 2013 über den Zustand der Brücke beschwert hatte und ein Gutachter die Sperrung empfahl, geht die Diskussion um eine Lösung los.

Haseldorf | Der Druck aus der Bevölkerung wächst: Noch immer ist keine Lösung für die Sanierung der Brücke Grüner Damm in Sicht, die Heist und Hetlingen verbindet, sich aber auf Haseldorfer Gebiet befindet. Während ihrer jüngsten Sitzung haben sich die Mitglieder des Haseldorfer Gemeinderats abermals mit dem Thema beschäftigt. Sowohl die CDU als auch SPD machen sich für die Überwegung stark. Einzig ein gangbarer Weg ist noch immer nicht gefunden.

Nachdem sich ein Bürger 2013 über den Zustand der Brücke beschwert hatte und ein Gutachter die Sperrung empfahl, geht die Diskussion um eine Lösung los. Bis vor Kurzem wurde das Bauwerk noch benutzt – trotz der Absperrungen. Die wurden anfänglich für die illegale Überquerung kurzzeitig zur Seite gestellt, inzwischen aber einfach nicht an den Platz zurückgelegt, wie Bürgermeister Uwe Schölermann (CDU) berichtete. „Der Bürgermeister hat die Verkehrssicherungspflicht, muss persönlich haften“, erläuterte Schölermann. „Das wollte meine Frau nicht.“ Inzwischen ist die Brücke zugeschweist.

Post haben die Kommunalpolitiker vom Bauernverband bekommen. Die Interessenvertretung weist auf die Wichtigkeit des Wegs für Landwirte hin. Ein Brückenneubau würde etwa eine Viertelmillion Euro kosten, bei einer Verrohrung des zu überwindenden Grabens sind es immerhin noch 180  000 Euro, so Schölermann. Zu viel für seine Gemeinde, sagt der Dorfchef. Und verhandelt weiter mit den Nachbarn Holm, Heist, Hetlingen und Haselau. Geld geben wollen alle, Heist sei am großzügigsten. „Aber das wird nicht reichen“, sagte Schölermann.

 

Nun sollen weitere mögliche Nutznießer ins Boot geholt werden, wie etwa der Kreis und der Wasserbeschaffungsverband. EU-Mittel über die Aktivregion könnten nicht fließen, bedauert Schölermann. Diese Botschaft sorgte nicht nur bei den etwa 15 Zuhörern für Unmut. „Privatleute und Unternehmer kriegen 100.000 Euro, aber ein Projekt für die Öffentlichkeit geht leer aus“, monierte Hans-Jürgen Schuldt (CDU). Und erntete dafür Zustimmung. Einen Tipp gab’s von Bürger Frank Schoppa: Haseldorf solle beim „Verein Naherholung im Umland“ anklopfen.

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erstellt am 07.Jul.2016 | 12:15 Uhr

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