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Wedel-Schulauer Tageblatt

30. März 2017 | 14:56 Uhr

Jugendbeirat sucht Nachfolger

vom
Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

Neuwahlen Nachwuchspolitiker wollen auf Werbetour gehen, um Zukunft des Gremiums zu sichern / Brezelverkauf beim Osterfeuer

Ein paar Monate lang sollen die fünf Mädchen und Jungen noch im Amt bleiben, dann wird in der Gemeinde Hetlingen ein neuer Kinder- und Jugendbeirat (Kijub) gewählt. Die derzeitigen Mitglieder können nicht wieder antreten. Entweder überschreiten sie die Altersgrenze oder sie verlassen das Dorf, um anderswo zu arbeiten oder zu studieren. Aber egal ist es ihnen nicht, wie es weitergehen soll. Auf ihrer jüngsten Sitzung machten sie deshalb die Kijub-Zukunft zu einem wichtigen Tagesordnungspunkt.

Es gab eine Menge Ungewissheiten. Das fing beim Wahltermin an, denn eigentlich läuft das zweijährige Mandat des Beirats schon ab. Aber die Hetlinger haben sich vor einiger Zeit einer Landesinitiative für einen einheitlichen Wahltermin in ganz Schleswig-Holstein angeschlossen, der zufolge erst in der letzten Novemberwoche gewählt wird. Dieser Anschluss musste noch offiziell abgesegnet werden, eine einstimmig abgehakte Formalie.

Aber dann wurde es knifflig: Verlangten die Terminverschiebung und die dadurch erforderliche Verlängerung der gegenwärtigen Wahlperiode Satzungsänderungen? Vorsitzender Julius Körner hatte sicherheitshalber entsprechende Anträge vorbereitet, aber es gab Zweifel an der Notwendigkeit. Nun soll die Verwaltung im Amt Geest und Marsch Südholstein (Gums) die Rechtslage prüfen, bevor sich der Beirat mit dem weiteren Vorgehen befassen will.

Sofort ans Werk machen wollen sich die Räte, um Kandidaten für ihre Nachfolge zu rekrutieren. Mit einer Reihe von Veranstaltungen wollen sie sich in der Wahrnehmung der Jugend nach vorne schieben. Beim Osterfeuer wollen sie wieder Brezeln verkaufen. Das bringt zudem etwas Geld in die Kasse. Das Problem mit dem Geld ist allerdings eher, dass der Kijub es ausgeben muss, denn ein Gewinn darf nicht sein. 500 Euro ist sein Jahresbudget. Dazu kommen etwa 200 Euro Spendeneinnahmen. Noch ist der diesjährige Topf unberührt, aber das soll sich ändern. Der Beirat will sein jugendliches Klientel im Sommer zu verschiedenen Aktivitäten einladen. Im Gespräch sind Ausflüge zum Hochseilgarten Heist oder zum Hamburger Hallenspielplatz Rabatzz. Weitere Ideen: gemeinsam kegeln oder boßeln. Auch eine Radtour wurde angeregt.

Das alles machen die Beiräte nicht nur zum Spaß, sondern vor allem auch deshalb, weil sie sich für ihre Gemeinde interessieren und sich deshalb aktiv in die Politik einmischen. Auch das wurde deutlich. So suchen sie etwa nach Wegen, Hetlinger Eltern davon zu überzeugen, dass Kinder in der örtlichen Grundschule gut aufgehoben sind. Denn die vielen auswärts eingeschulten Grundschüler kosten die Gemeinde einen Batzen. Mehr Schüler in Hetlingens Familienklassen könnten dagegen Planstellen für zusätzliche Pädagogen begründen und so die lokale Schule attraktiver machen.

Um gehört zu werden, sind die jungen Leute regelmäßige Besucher bei den Zusammenkünften der Gemeindevertretung und deren Ausschüssen. „Nicht vergessen: Am 7. März tagt der Bauausschuss. Es geht um die Kita-erweiterung“, gab Beiratsvorsitzender Körner seinen Mitstreitern mit auf den Heimweg.





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