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Mega-Bauprojekt : Ja zum Rahmenplan für Wedel Nord

vom
Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

CDU, SPD und FDP tragen Parameter für Wohnungsbauvorhaben mit 900 bis 1000 Wohneinheitenund Nordspange.

Wedel | Ein Beschluss auf möglichst breiter Basis sollte es sein, so die Hoffnung aus der begleitenden Arbeitsgruppe zur Entwicklung von Wedel Nord. Sie wurde nicht erfüllt. Drei von sechs Fraktionen trugen im Planungsausschuss den Rahmenplan für das Baugebiet nicht mit. Grüne und Linke stimmten gegen die Vorlage, nachdem sie keine Mehrheiten für ihre Änderungsanträge bekommen hatten. Die WSI bekräftigte ihre generelle Ablehnung eines Bauvorhabens der aktuellen Größenordnung.

900 bis 1000 Wohneinheiten zwischen Steinberg und Holmer Straße, ein öffentlich geförderter Wohnungsbau von 30 Prozent der zu errichtenden Wohnungen sowie ein Controlling des Projekts. Dazu eine quartiersweise Entwicklung und bedarfsgerechte schrittweise Realisierung einer äußeren Erschließungsstraße mit dem Ziel des Baus einer Nordspange: So sehen die Parameter für den Rahmenplan aus, die CDU, SPD und FDP mittragen.

Für die WSI steht fest: Mit einem Baugebiet in dieser Dimension steuert Wedel auf permanente „Mega-Staus“ zu. „Wir sind für kleinteilige Lösungen. Wollen wir denn halb Hamburg hierher holen?“, fragte WSI-Fraktonschef Joachim Funck. Die Linke dagegen denkt in die andere Richtung. Mindestens 900 Wohneinheiten sollten festgelegt werden, ohne Oberbegrenzung, so ihr Antrag. Selbst bei 1000 Wohnungen werde zu wenig öffentlich geförderter Wohnraum geschaffen, so Linke-Vertreter Dieter Strüven. „Und wir geben einen Teil des Pfunds weg, mit dem wir beim Investor wuchern können.“ Bei 1200 oder 1400 Wohnungen könnte über eine Mitfinanzierung von Schule und Kita in dem Gebiet verhandelt werden. Zudem wirkten sich mehr Wohnungen positiv hinsichtlich der Kosten-Nutzen-Rechnung für Wedel auf, die in der fiskalischen Wirkungsanalyse aufgezeigt seien. Des Weiteren sollten 30 Prozent der Nettowohnfläche, nicht Wohneinheiten, sozial gefördert sein. Dem Antrag der Linken stimmte nur Strüven selbst zu.

Anbindung der Baugebiete

Die Grünen sahen ebenfalls Änderungsbedarf. Sie wollten den Nordspangen-Bau streichen und eine Erschließung zunächst nur bis zur Bündtwiete festgeschrieben wissen. „Die Entscheidung über die Anbindung der Baugebiete westlich der Nord-Süd-Grünachse kann zu einem späteren Zeitpunkt erfolgen“, lautete ihre Zusatz für den zu streichenden Passus. Grünen-Fraktionschef Olaf Wuttke begründete dies vor allem mit der Riegelwirkung, die eine solche nördliche Tangente, zumal wenn sie im Bundesstraßenstandard gebaut wird, gegenüber der Erlebbarkeit der Landschaft im Norden hätte. „Wir sollten ernsthaft darüber reden, ob wir diese Abschottung nach Norden wollen“, sagte Wuttke.

Er zog den Antrag jedoch zurück, als die SPD um des Konsens’ willen einen Kompromissvorschlag zum eigenen Antrag erhob: Lediglich Streichung des Nordspangen-Passus’, so schlug Rüdiger Fölske als Alternative vor. Es sei richtig, kritische Fragen zu stellen. „Aber noch nicht jetzt. Das geht zu sehr ins Detail“. Grüne und SPD stimmten mit Ja, der Rest dagegen – ebenfalls abgelehnt.

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erstellt am 14.Mär.2017 | 12:00 Uhr

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