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Wedel-Schulauer Tageblatt

09. Dezember 2016 | 10:54 Uhr

Illegale Grünentsorgung wird teuer

vom
Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

Umweltsünde Immer wieder landen Rasenschnitt, Laub und Buschwerk im Landschaftsschutzgebiet / Hohes Bußgeld droht

Wohin mit Gartenabfällen wie Rasenschnitt, Laub und Buschwerk? Auf keinen Fall gehören diese Dinge auf Wald- und Grünflächen. Darauf weist Detlef Kleinwort (Foto), Schutzgebietsbetreuer für Buttermoor und Butterbargsmoor, hin. „Leider gibt es immer wieder Menschen, die ihre Gartenabfälle illegal im Landschaftsschutzgebiet Holm entsorgen“, sagt Kleinwort. Und das kann teuer werden. Der Bußgeldkatalog für illegales Entsorgen von pflanzlichen Abfällen sieht, je nach Menge, 50 bis 800 Euro vor, so der Naturschützer.

„Grünschnitt in der freien Natur ist rechtlich Müll“, erläutert Kleinwort. Gartenabfälle überdüngten Böden und könnten gebietsfremde Organismen freisetzen. Oft werde die Meinung vertreten, man füge der Natur keinen Schaden zu, da es sich um verrottbares Material handele. Was banal klinge, sei jedoch kein Kavaliersdelikt. Kleinwort sagt: „Diese Art der Entsorgung ist illegal.“

Gartenabfälle in der freien Natur seien nicht nur ein unschöner Anblick, betont Kleinwort. Durch den erhöhten Nährstoffeintrag und die Einbringung nicht heimischer, möglicherweise invasiver Pflanzenarten könnten auch beachtliche Schäden an der Natur angerichtet werden. „Aus einer eventuell einmaligen Ablagerung wird zudem häufig Gewohnheit“, weiß Kleinwort, zudem würden sich auch möglicherweise Nachbarn anschließen.

Auch der Polizei ist das ein Dorn im Auge, wie Thorsten Ibs bestätigt. Die Vergehen würden nicht nur von Privatleuten begangen, sondern auch von Gewerbetreibenden, so der Holmer Polizist. Besonders beliebt bei den Umweltsündern seien die Parkplätze für Naherholungssuchende. „Manche schaffen es nicht einmal, den Grünabfall aus den blauen Plastiksäcken auszuschütten und schmeißen diese dann einfach komplett in die Landschaft“, berichtet Ibs. „Das tut wirklich nicht Not“, findet er. Wer Personen beobachtet, die gegen das Abfallgesetz verstoßen, kann sich bei ihm auf der Dienststelle unter Telefon (04103) 2165 melden. Ein Autokennzeichen könne bei der Verfolgung dieser Tat helfen.

Wer nicht weiß, wo er seinen Grünabfall lassen soll, für den hat Kleinwort einen Tipp: „Man kann ihn bei der Deponie Schäferhof für kleines Geld abgeben.“

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