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Wedel-Schulauer Tageblatt

25. September 2016 | 10:50 Uhr

Wedel : Hund im heißen Auto gestorben

vom
Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

In Wedel ist ein Hund in einem geparkten Auto verendet. Todesursache war wohl die Hitze: Die Scheiben des Kleinwagens waren geschlossen. Die Polizei warnt davor, Tiere im heißen Auto warten zu lassen.

Wedel | Am Mittwoch ist in Wedel ein in einem Auto zurückgelassener Hund gestorben. Die Polizei geht davon aus, dass das Tier wegen der im Wagen herrschenden Temperaturen starb. Die Wedeler Beamten waren am Mittag nach einem Hinweis auf den zurückgelassenen Hund in die Von-Linne-Straße geeilt. Sie fanden das Tier regungslos vor. Alle Scheiben des Kleinwagens waren geschlossen.

Die Beamten schlugen die Scheibe ein und öffneten das Auto. Ein Tierarzt konnte nur noch den Tod des Hundes feststellen. Die Rasse und das Alter des Hundes sind unbekannt. Ein Thermometer zeigte im Wagen auch nach der Türöffnung noch fast 60 Grad an. Bisher konnte kein Verantwortlicher ermittelt werden. Die Halterin des Wagens stammt aus Hamburg und konnte nicht erreicht werden. Ein Strafverfahren wurde eingeleitet.

Die Polizei warnt Hundehalter erneut vor dieser Gefahr für die Tiere. Sie sollten – genau wie Kinder – bei heißen Temperaturen nicht in Fahrzeugen gelassen werden. Im vergangenen Sommer war in Barmstedt ein Hund qualvoll verendet.

Hunde und Katzen schwitzen nicht, stattdessen regulieren sie  den Wärmeaustausch durch Hecheln. Die dadurch entstehende Wasserverdunstung muss das Tier durch Trinken ausgleichen. Hat es dazu keine Möglichkeit, kommt es zur Hyperthermie: Die Körpertemperatur steigt an, die Tiere „verkochen“ förmlich. Ab 40 Grad Körpertemperatur treten Kreislaufbeschwerden auf. Zellen und Organe werden weniger mit Blut versorgt und dadurch geschädigt. Steigt die Körpertemperatur auf 43 Grad Celsius an, gerinnt das körpereigene Eiweiß, was Bewusstlosigkeit und den Tod zur Folge haben kann. Erste Anzeichen einer Überhitzung sind Unruhe, eine weit herausgestreckte Zunge bei gestrecktem Hals, Taumeln und Erschöpfung.
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erstellt am 21.Mai.2014 | 13:23 Uhr

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