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Wedel-Schulauer Tageblatt

03. Dezember 2016 | 12:43 Uhr

Helgolands Tier- und Vogelwelt

vom
Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

Elbmarschenhaus Kreisjäger stellen aus

Mit blauer Flamme bearbeitet Helmut Fricke riesige aufeinandergestapelte Styroporplatten. „Da brennt man ganz schnell mal Löcher rein, wenn man nicht aufpasst“, erklärt der Jäger. Nach einer schwarzen Grundierung bekommt der Styroporberg noch einen sandfarbenen Anstrich, dann ist es geschafft: Helgolands Wahrzeichen, die Lange Anna, erstrahlt in den Sonderräumen des Elbmarschenhauses.

Natürlich nicht das Original, sondern ein Modell des Felsens. „Es ist nicht maßstabsgetreu“, relativiert Fricke. Dennoch groß genug, um genügend Platz für die Ausstellungsstücke zu bieten, die die die Kreisjägerschaft in den nächsten beiden Monaten im Haseldorfer Haus zeigen möchte. „Flieger und Taucher – die Tier- und Vogelwelt der Insel Helgoland“ ist die Schau betitelt, die Präperate der Fauna der einzigen deutschen Hochseeinsel präsentiert. Am Mittwoch, 31. August, wird sie um 17 Uhr eröffnet.

Die Nordseeinsel gehört als Hegering 8 zur Kreisjägerschaft Pinneberg, erklärt Fricke. „Es gibt dort bis auf die Seehunde, die kaum bejagt werden, eigentlich kein jagdbares Wild. Aber aus ornithologischer Sicht ist Helgoland sehr beeindruckend.“ Folgerichtig zeigt die Ausstellung vorwiegend ausgestopfte Vögel.

426 verschiedene Vogelarten fliegen die Nordseeinsel regelmäßig zum Rasten und Brüten an. Die Felsbrüter Eissturmvogel, Basstölpel, Tordalk, Trottellumme und Dreizehenmöwe nutzen die Lange Anna als einzige Brutstätte in Deutschland. „Unser Ziel ist es, die verschiedenen Möwenarten vorzustellen“, sagt Fricke.

Doch nicht nur der markante Felsen entsteht im Elbmarschenhaus neu. Auch die Helgoländer Düne, eine Nebeninsel, die erst 1721 von der Hauptinsel abbrach und die heute durch die dort lebenden Kegelrobben und Seehunde bekannt ist, wird nachgebildet zu sehen sein. Die Suche nach einer auszustellenden Robbe gestaltete sich allerdings kompliziert, gibt Fricke unumwunden zu. „Da haben wir lange gesucht, da scheinbar kaum Robben präpariert werden.“ Fündig wurde die Kreisjägerschaft am Ende im Naturzentrum auf Amrum. Das dortige Jungtierpräparat wird für die Dauer der Ausstellung nach Haseldorf ausgeliehen.

Der überwiegende Teil der anderen Modelle wurde vom Präparator Gerd Reinstrom angefertigt und zur Verfügung gestellt. Der Fachmann hat seinen Besuch auf der Vernissage angekündigt. Der Eintritt in die Sonderausstellung ist kostenfrei. Sonntags werden Mitglieder der Kreisjägerschaft Pinneberg vor Ort sein und Fragen beantworten. Zudem bieten die Jäger Führung an. Gruppen können sich unter Telefon (01  60) 99  33  68  69 direkt bei Fricke anmelden.

 



>  www.elbmarschenhaus.de

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