zur Navigation springen

Wedel-Schulauer Tageblatt

09. Dezember 2016 | 20:32 Uhr

Haseldorf: Kampf um Baugebiete

vom
Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

Gemeinderat Zweites Angebot für Dorfwachstum

Auch während der jüngsten Sitzung der Haseldorfer Gemeindevertretung am Dienstagabend haben mit 21 Gästen ungewöhnlich viele Bürger die Beratungen im Haseldorfer Hof verfolgt. Unter ihnen waren Gründungsmitglieder der neuen politischen Kraft im Ort, der Freien Wählergemeinschaft Bürger für Haseldorf (BfH). Bürgermeister Uwe Schölermann (CDU) wandte sich in seinem Bericht an die BfHler: „Herzlich willkommen und auf gute Zusammenarbeit.“

BFH-Vize Klaus-Dieter Sellmann nutzte seinen ersten öffentlichen Auftritt während der Bürgerfragestunde, um einen Pflock einzuschlagen. Er warb dafür, das Thema Dorferweiterung im Gebiet südlich „In de Masch“ und „Bi de Feldmöhl“ von der Tagesordnung zu nehmen – wie es der Rat der Nachbargemeinde Haselau am Montagabend auch schon getan habe. Der Grund: Inzwischen gibt es nicht nur ein Verkaufsangebot für das genannten Gebiet von Besitzer Udo Prinz von Schoenaich-Carolath-Schilden, sondern auch von Ottfried Plüschau und seinem Sohn Jan. Die wollen gern ihren alten Obsthof in der Straße Kamperrege 55 als Neubaugebiet ausweisen lassen. Dieses etwa 30  000 Quadratmeter große Areal liegt nach Einschätzung der BfH verkehrsgünstiger.

Ob und wie die Gemeinde wachsen soll, darüber streiten sich die Geister. „Gibt es überhaupt Bedarf?“, wollte Zuhörer Daniel Kullig wissen. Dieses von der CDU vorangetriebene Riesenprojekt sei überhaupt nicht notwendig. Und er legte mit der Begründung nach, dass im derzeitigen Neubaugebiet drei Grundstücke immer noch nicht verkauft seien. Diese sollten nun an Ortsfremde veräußert werden, weil die Gemeinde das Geld benötige.

SPD-Gemeindevertreter Thomas Hölck bedankte sich ausdrücklich für das Plüschau-Angebot. „Sonst hatten wir immer nur einen Anbieter“, sagte er. Seine Parteifreundin Heike Meyer-Schoppa sprach sich ebenfalls für eine Vertagung aus. „Wir sollten uns Zeit lassen“, warb sie. Einstimmig wurde beschlossen, das Thema abzusetzen. Nun sollen von beiden Grundstückseignern Angebote eingeholt werden.

Ebenfalls einstimmig war das Votum zum Verkauf der letzten drei freien Grundstücke. Hölck sagte: „Dann haben wir Ruhe für die Anwohner und Geld fließt in unsere Kasse.“

Karte
zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Themen zu diesem Artikel:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen