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Wedel-Schulauer Tageblatt

10. Dezember 2016 | 13:53 Uhr

Haseldorf ehrt Luther mit Musik

vom
Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

500 Jahre Reformation Konzerte in St. Gabriel

Das Singen war eine der schärfsten Waffen der Reformation. Martin Luther dichtete und komponierte eingängige Strophen, die die Protestanten als Protestlieder schmetterten. So verwundert es denn auch nicht, dass in der St.-Gabriel-Kirche am Haseldorfer Schlosspark das Luther-Jahr 2017 mit viel Musik gefeiert wird. In der von Kantor Jörg Dehmel initiierten Reihe „Luther und Christus“ finden neun Konzerte statt. Start ist am Ewigkeitssonntag, 20. November, mit der kammermusikalischen Fassung „Musikalische Exequien“ von Heinrich Schütz.

Dank des Engagements Dehmels ist der spätromanische Backsteinbau eine Pilgerstätte für Musikliebhaber aus der gesamten Region. Zur Unterstützung wurde 2002 der Verein Haseldorfer Kirchenmusik gegründet, dessen Schirmherr Udo Prinz von Schoenaich-Carolath-Schilden ist. Vorsitzender Pastor Helmut Nagel und sein Vize Dehmel sind unermüdlich auf der Suche nach Sponsoren, damit in dem kirchenmusikalischen Zentrum Konzerte stattfinden können. Nun waren sie besonders erfolgreich und die Luther-Serie konnte aufgelegt werden. „Es ist eine Reihe von musikalischen Perlen“, verspricht Nagel.


Künstler kommen, weil sie Dehmel schätzen


Luther wollte die Gemeinden an den Gottesdiensten beteiligen. „Und wie geht das? Man lässt das Volk singen“, erläutert Dehmel. Der Reformator habe eine Riesenbewegung in der Musik losgetreten. Ohne den Förderverein würde musikalisch in dem kleinen Marschdorf allerdings nichts laufen. „Wir haben für Musik keine Kirchenmittel“, bekennt Nagel. Lediglich das Gehalt von Dehmel wird vom Kirchenkreis übernommen. Der Pastor weiß, was er an seinem Kantor mit dem „Riesenengagement“ hat und der zudem auch kompositorisch wirkt. Nagel: „Hier sind Dinge zu hören, die man anderweitig nicht erleben kann.“ Obgleich das Entgelt für Mitwirkende eher bescheiden ist, kommen sie doch gern in die Schlosskirche. „Die Künstler kommen hierher, weil sie Lust auf diese Musik haben, nicht wegen der Honorare“, weiß der Fördervereinschef.

Die Reihe wird am Sonntag, 22. Januar, unter dem Thema „Luthers Theologie im Kirchenlied“ mit Werken von Johann Sebastian Bach fortgesetzt. Am 26. Februar erklingt „Seliges Erwägen“ von Georg Philipp Telemann, am 19. März „Die sieben letzten Worte unseres Erlösers am Kreuze “ von Joseph Haydn und am Karfreitag, 14. April, Telemanns Brockes-Passion. Weitere Termine in 2017 sind 8. Oktober, 31. Oktober, 12.  November und 2. Dezember. >

www.kirche-haseldorf.de

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