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Wedel-Schulauer Tageblatt

08. Dezember 2016 | 12:54 Uhr

Gemeinderat Holm : Grünes Licht für die Waldkita

vom
Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

Bürgermeister Walter Rißler (CDU) seit 30 Jahren im Amt. Das DRK eröffnet im Oktober eine neue Gruppe.

Holm | Erst ein Schnaps, dann die Beratung: Die Mitglieder des Holmer Gemeinderats haben am Donnerstagabend im Haus der Gemeinde auf das Wohl des Bürgermeisters angestoßen. Walter Rißler (CDU) ist seit 30 Jahren im Amt und bekam neben warmen Worten auch Blumen und eine Urkunde. „Wir können Dir gar nicht genug danken“, sagte sein Erster Stellvertreter Uwe Hüttner. Und stellte als größten Vorzug seines Parteifreunds dessen Neutralität heraus. Rißler plauderte aus dem Nähkästchen. Als er seinen Vorgänger Klaus Kleinwort ablöste, war dieser zwei Jahrzehnte im Amt gewesen. „Ich hab mir damals gesagt ‚So lange machst du das nie‘“, erzählte Rißler. Der frühere Landwirt betonte, dass er nicht nur seiner Frau zu danken habe, sondern auch seinem langjährigen Weggefährten Horst Schaper, der bis vor Kurzem noch sein Vize war. „Wir haben uns immer blind verstanden“, rief er ihm zu.

Grünes Licht gab der Rat für die Einrichtung einer Waldkindergartengruppe, die bei der DRK-Kita angesiedelt ist. Eine Diskussion entbrannte darüber, ob die Auftragsvergabe über zwei Aufenthaltshäuschen, die hinter den Sportanlagen bei den Holmer Sandbergen aufgebaut werden sollen, auf dem kleinen Dienstweg von Bürgermeister und Finanzchef Schaper erteilt werden dürfen. „Wir möchten das bis Oktober, November stehen haben“, begründete Rißler den Vorstoß.

Sein Parteifreund Oliver Ringel plädierte hingegen dafür, dass für die 100.000-Euro-Investition eine Sonder-Gemeinderatssitzung einberufen wird. „Ich möchte keinen Blankoscheck unterschreiben“, sagte Ringel. Davon wollten die anderen Gemeindevertreter nichts wissen. „Wir haben das doch alles beschlossen und wissen doch, dass es Geld kostet,“ sagte CDU-Fraktionschef Tobias Zeitler. So wurde der Antrag bei nur einer Ja-Stimme Ringels abgelehnt.

DRK-Kita-Chefin Ute Stegemann nahm das Votum im Publikum sitzend freudig zur Kenntnis. Sie wird nun die Bestätigungen an die Eltern rausschicken können. 14 Anmeldungen liegen bereits vor. Wie die beiden insgesamt etwa 70 Quadratmeter großen Häuser aussehen sollen, steht indes noch nicht fest. Ursprünglich war geplant, ein Haus aus der Serie der neuen Flüchtlingshäuser am Lehmweg zu kaufen. Möglich ist, dass auch Blockhäuser aufgestellt werden. Ein Gebäude soll als Aufenthaltsraum für schlechtes Wetter dienen, das andere als Sanitär- und Lagertrakt. Die Betreuung soll bis 14 Uhr dauern. Für die Kinder gibt es Mittagsessen.

Auf dem Dorfplatz an der Ecke Hauptstraße/Schulstraße  soll eine Boulebahn entstehen. „Wir müssen endlich mal an uns Ältere denken“, kommentierte Bürgermeister Walter Rißler (CDU) den Vorstoß. Sie soll neben der Bühne  angesiedelt sein. Bezahlt wird das Projekt von Spenden. Der Beschluss fiel einstimmig. „Wir freuen uns, dass ihr einen Punkt aus dem SPD-Wahlprogramm umsetzt“, witzelte Vize-Fraktionschef Norbert Steenbock.
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erstellt am 09.Jul.2016 | 15:00 Uhr

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