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Wedel-Schulauer Tageblatt

03. Dezember 2016 | 10:45 Uhr

Aktion der Gemeinschaftsschule : Gesunde Küche für Kinder in Afrika

vom
Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

Schüler haben gearbeitet, damit Altersgenossen in Tansania besser versorgt werden können.

Moorrege | Bald wird es in der Kiumaku Secondary School eine Küche geben. Das Geld dazu haben Schüler der Gemeinschaftsschule Moorrege (Gemsmo) erarbeitet. Am „Tag für Afrika“ stellten sie sich vor etwa einem Jahr in den Dienst der guten Sache, machten sich in Nachbars Garten nützlich oder auch in verschiedenen Firmen. Jüngere ließen sich vielleicht von Mama fürs Geschirrspülen oder andere Hausarbeiten bezahlen. So kamen 5557,70 Euro zusammen.

Zur Scheckübergabe holten Vertrauenslehrerin Maike Hawranke und ihre Kollegin Silvana Berger vor allem Schüler des fünften und sechsten Jahrgangs in die Aula, denn die kannten das Projekt der beiden Pädagoginnen nicht aus eigener Erfahrung. Die einen besuchten vor einem Jahr noch die Grundschule, andere waren vielleicht noch zu klein zum Mitmachen. Ihre erste Chance steht aber unmittelbar bevor: Schon am Montag, 4. Juli, ist in diesem Jahr „Tag für Afrika“.

Deswegen nutzten Marcus Wack von „Rafiki“, dem Förderverein der Schule in der Gemeinde Mrimbo, Tansania, und die 21-jährige Nancy Towo, die aus der Gegend stammt und die Schule gut kennt, die Gelegenheit, mit einer Power-Point-Präsentation über die dortigen Verhältnisse und über die Verwendung der Spendengelder zu berichten. Das Schulgebäude mitten im Grünen präsentierte sich erkennbar unvollendet. Aber es war eindeutig bereits in Betrieb. „Anders geht es dort nicht, denn die Bauarbeiten werden immer wieder unterbrochen, wenn kein Geld mehr da ist“, erläuterte Wack. Mit der Spendenspritze aus Moorrege soll jetzt die Küche entstehen, damit gesundes und nahrhaftes Mittagessen zubereitet werden kann. Den Bedarf dafür konnten die Moorreger Zuhörer gut nachvollziehen, denn bei ihnen an der Gemsmo wird gerade der Mensabereich umgebaut.

Die Schule in Mrimbo bekommt allerdings nur die Hälfte der Moorreger Einnahmen aus dem Vorjahr. Der andere Teil geht an die „Aktion Tagwerk“. Mit dem von ihr initiierten „Tag für Afrika“ unterstützt die Gruppe seit 13 Jahren Bildungsprojekte in afrikanischen Ländern und verbessert so die Startbedingungen der Kinder und Jugendlichen in eine selbst gestaltete Zukunft. Damit will sie möglichen Fluchtursachen in den Heimatländern nachhaltig entgegenwirken. In der Bundesrepublik fördert sie darüber hinaus Sprach- und Kulturkurse, um jungen Flüchtlingen die Integration zu erleichtern

Den Scheck, der direkt für Mrimbo bestimmt war, nahm Wack in Empfang. „Rafiki“, so der Name seines Fördervereins, „heißt Freund“, übersetzte er das Wort aus der in Tansania verbreiteten Swahili-Sprache. Ursprünglich stamme es aus dem Arabischen. Aufbau und Fortführung der Kiumaku Secondary School sei eine vordringliche Aufgabe für seinen Verein. Da komme das Geld für die neue Küche wie gerufen.

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