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Wedel-Schulauer Tageblatt

04. Dezember 2016 | 17:19 Uhr

50 Fahrzeuge ausgestellt : Geglückte Premiere der Treckerleute in Holm

vom
Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

Etwa 50 Gefährte gab es auf der Wiese am Bredhornweg zu sehen. 22 brachten die zwölf Mitglieder des gastgebenden Clubs aus Holm mit. Den Rest hatten Oldtimerfans aus der Umgebung mitgebracht.

Holm | Für Filip (6) und Jakob (4) aus Horst war die Wiese im Holmer Bredhornweg ein Kinderparadies. „Alles mit Land- und Baumaschinen finden die Kinder toll“, sagte Opa Franz Fettke. Holms Oldtimerzentrum-Vorsitzender Siegfried Vollendorf ließ die beiden auf seinem roten Porsche-Trecker Standard Star aufsitzen und plauderte mit den Großeltern. Als Kindergartenkinder des Bauernhofs Dannwisch sind Filip und Jakob als echte Experten nach Holm gekommen, wie Oma Eva Fettke erzählte. „Wir haben sogar einen Radlader“, sagte Filip stolz. Mit der Resonanz aufs erste Oldtimer-Teffen in Holm war Vollendorf zufrieden. Das Wetter spielte mit und stetig kamen neue Besucher.

Etwa 50 Gefährte gab es auf der Wiese am Bredhornweg zu sehen. 22 brachten die zwölf Mitglieder des gastgebenden Clubs aus Holm mit. Den Rest hatten Oldtimerfans aus der Umgebung mitgebracht. Weil Vollendorf und seine Treckerfreunde es leid waren, stets nur Besucher zu sein, luden sie dieses Jahr erstmals ein.

Den weitesten Weg legten Peter Schuster aus Barmstedt und Rüdiger Becker aus Neumünster mit ihren Treckern zurück. „Hier sieht man das eine oder andere bekannte Gesicht“, freute sich Becker. Mit Oldtimer-Treffen haben die beiden Mitglieder des Lanz-Bulldog-Clubs, einem mit 42 Jahren und etwa 1000 Mitgliedern weltweit ältesten und größten Oldtimer-Clubs Deutschlands, Erfahrung. Im Juli war das Duo zehn Tage auf einem Treffen in Degeberga in Schweden. Mit der Holmer Premiere zeigten sich die beiden zufrieden. „Man hat alles, was man braucht“, sagte Becker mit Blick auf die Gastronomie. Nur die Ausschilderung müsse noch besser sein, meinte Schuster.
Vom Ankündigungsplakat angelockt wurden Susanne und Isabell Pranger aus Hamburg, die eigentlich nur auf den Heistmer Flugplatz wollten. Zu zweit kletterten die Schwestern auf Pascal Vogts Ritscher 528 und hatten sichtlich Spaß. „Den würde ich behalten“, sagte Susanne Pranger lachend. Der erste Vierlandtrecker, der in Rot erstrahlte, ist hierzulande eine Besonderheit. „Die Farbe war eigentlich das Erkennungsmerkmal für den Export“, sagte Vogt von der Kulturgemeinschaft Tornesch.

Hans-Peter Heidorn hatte nicht nur seinen IHL mit 42 PS und Anhänger dabei, mit dem der Holmer auf dem Erntedankfest, aber auch bei Hochzeiten und Geburtstagen unterwegs ist, sondern auch den seltenen Zweitakter B 25, von dem es nur 2500 Exemplare gibt. Er ist von Holder hergestellt. „Im weihnachtlichen Lied Stille Nacht ist von einem holden Knaben die Rede, daher ist mein Traktor heilig“, witzelte Heidorn lachend. Das unrestaurierte Gefährt war ein Geschenk seines Chefs zur Rente. Mit funktionstüchtiger Fräse planiert Heidorn mit dem Oldie noch heute gerne Grabenkanten.

Renner bei den Kindern waren die Touren von Rolf Reefschläger mit seinem Fendt-Geräteträger. Sie setzten sich auf einen großen Teppich und ließen sich über die Wiese ziehen. Der „fliegende Teppich“ kommt übrigens aus Heist. Vor drei Jahren wollte ihn Helmut Buhr nach dem Heistmer Oldtimertreffen schon ausrangieren. Als Geschenk fand er in Holm dankbare Abnehmer und ist bei den Jungen und Mädchen heiß begehrt. Wenn Bierausschank und der Verkauf von Kaffee und Kuchen die Kosten für Versicherung und Genehmigungen decken, soll das Oldtimertreffen regelmäßig stattfinden.„Ich bin guter Dinge, dass wir das wiederholen“, sagte Karl-Heinz Ladiges, der als Umzugsorganisator die Gelegenheit nutzte, neue Treckerfahrer fürs Holmer Ernte-Danke-Fest zu werben.

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erstellt am 08.Aug.2016 | 13:00 Uhr

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