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Wedel-Schulauer Tageblatt

01. Juli 2016 | 04:45 Uhr

Wedel : Gedränge beim Babyfrühstück

vom
Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

Der Bedarf in Wedel ist groß. Das gebührenfreie Angebot der Familienbildung für Mütter mit Säuglingen kommt an. Finanzierung durch Pfandbons.

Dicht fallen die Schneeflocken vom Himmel, klatschnass wehen sie den Menschen ins Gesicht. „Heute werden wohl nicht viele kommen“, vermutet Ulrike Wohlfahrt, während sie aus dem Fenster der Zweigstelle der Familienbildung am Rosengarten schaut. Doch die Leiterin der Einrichtung soll sich gewaltig irren. Kinderwagen um Kinderwagen schieben schließlich durch den Eingang, dichtes Gedränge herrscht im Flur, der Boden des Saals füllt sich mit vielen bunten Decken, darauf Mütter mit ihren Säuglingen.

Es ist „Babyfrühstück“-Zeit. Der offene Treff für Eltern mit Kindern bis zum ersten Lebensjahr ist ein Renner im internen Familienbildungsprogramm „Hand in Hand – Frühe Hilfe für Familien“. „Bis zu 17 Mütter kommen jeden Montagvormittag“, berichtet Birte Zabel, die das „Babyfrühstück“ zusammen mit Familienhebamme Kathrin Stege betreut. Dann platze der Raum aber auch aus allen Nähten.

Seit Ende 2012 existiert das Angebot. Es wurde mit Unterstützung des Kinderschutzbunds als Pilotprojekt im Kreis Pinneberg installiert. „Der Bedarf war da“, sagt Wohlfahrt. „Sogar ein sehr großer.“ Immer wieder wurde bei der Familienbildung nach Rat und Tipps gerade im medizinisch-pflegerischen Bereich nachgefragt. Das gab den Ausschlag, ein Angebot mit fachlich kompetenter Begleitung einzurichten.

Jetzt können Mütter entspannen, während sie Tee trinken und Brötchen essen. Darüber hinaus aber auch das Baby wiegen lassen, mit der Familienhebamme Stillprobleme besprechen, sich über schlaflose Nächte austauschen, sich Entlastung holen oder etwas über sensomotorische Förderung lernen. Daneben ist gesunde Ernährung ein Thema, sicheres Kinderspielzeug, aber auch Veränderungen in der Beziehung. Wenn ein Einzelgespräch gesucht wird, stehen die Sozialpädagogin und die Hebamme auch dafür zur Verfügung. Eineinhalb Stunden seien eigentlich immer zu wenig Zeit, erklärt Zabel. Es würden stets mehr.

Da das „Babyfrühstück“ ein gebührenfreies Angebot ist, und die Finanzierung über den Kreis nicht auskömmlich ist, wird es seit Sommer 2013 durch die Bon-Spenden unterstützt, die bei den beiden Edekamärkten Klein und Jensen in den Pfandboxen landen. „Es ist sehr sehr nett, dass die Märkte uns das ermöglichen und so viele Wedeler uns unterstützen“, freut sich Wohlfahrt.

35 Treffen sind für dieses Jahr bereits fest finanziert. „Das Jahr hat aber 52 Wochen“, gibt die Leiterin zu Bedenken. Sie hofft, dass auch die Unterstützung der übrigen Termine gelingt.

Sind die Säuglinge ein Jahr alt, werden Mutter und Kind von der Familienbildung nicht allein gelassen. Es gibt ein Anschlussangebot für sie: das „Spielcafé“. Dort gehen Spielen, Betreuung und Austausch weiter. Auch das Spielcafé ist gebührenfrei. Doch findet es aus finanziellen Gründen bisher nur einmal im Monat statt.

„Babyfrühstück“ mit der Familienhebamme, jeden Montag von 10.30 bis 12 Uhr in der Zweigstelle, Rosengarten 6, gebührenfrei. „Spielcafé“ – für Eltern mit Kindern bis vier Jahren, jeden ersten Donnerstag im Monat von 10.30 bis 12 Uhr, Haupthaus, Rathausplatz 4, Raum 3, gebührenfrei.
Weitere Infos auf der Internetseite der Familienbildung.
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